NEWS aus dem Logistikcluster „LogistikLand NRW“


Der April 2013 war für das LogistikCluster NRW wieder ein besonders guter Monat. Unsere beiden BranchenForen zur Stahllogistik und zur ChemieLogistik waren mit jeweils deutlich über 100 Besuchern wieder sehr erfolgreich. Mehr zu diesen Veranstaltungen erfahren Sie in unserer Rubrik „Aktivitäten“. Außerdem haben wir in diesem Monat insgesamt 8 neue Mitglieder in den clustertragenden LOG-IT Club aufnehmen können. Mehr dazu in der entsprechenden Rubrik. In unserem „Thema des Monats“ finden Sie im April wieder unsere Marktbeobachtung, den NRW.LOGISTIKINDEX. Auch in diesem Monat finden Sie in den Logistik.NEWS NRW wieder unsere „Gute Nachricht des Monats“.

Der Newsletter „Logistik.NEWS NRW“ ist für jedermann kostenlos, allerdings erhalten die Mitglieder des Netzwerks weitergehende Informationen zu den einzelnen News. Die Rubrik „News von Mitgliedern des LogistikCluster NRW“ ist für Pressemitteilungen und Nachrichten der Clustermitglieder reserviert. Die Rubrik „Logistik-NEWS aus Nordrhein-Westfalen“ enthält die wichtigsten Meldungen zu Unternehmen aus NRW, zu Neuansiedlungen oder zur Verkehrspolitik.

Auch im März konnten wir wieder neue Mitglieder im clustertragenden Log-IT Club begrüßen. Mehr dazu finden Sie auch in unserer Rubrik „Neue Mitglieder“. Wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit im Cluster haben, wenden Sie sich einfach an Herrn Peter Abelmann unter p.abelmann@sci.de. Wir versorgen Sie dann mit weiteren Informationen.

Der nächste Newsletter erscheint voraussichtlich am 29. Mai 2013.


Aktivitäten

Am 16. April 2013 fand unter dem Titel: „Stahl und Logistik 2013 – Wohin geht die Reise?“ wieder das BranchenForum StahlLogistik.NRW statt. In seiner Eröffnungsrede vor über 100 Entscheidern aus der Branche appellierte Hermann Grewer, Ehrenpräsident des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e. V. und erster Vorsitzender VVWL, an die Auftraggeber, die Stahllogistiker nicht im Regen stehen zu lassen. Insbesondere die Entwicklung des Dieselpreises sei durch die Logistik nicht mehr alleine zu bewältigen, ein Plus von 7,52 % im Vergleich zum Vorjahr mache das Jahr 2012 zum teuersten in der Nachkriegsgeschichte. Auch bei den momentanen Plänen zur Ausweitung der Maut drängte er auf einen Schulterschluss, denn nur gemeinsam könne man der Politik klar machen, dass diese Kosten nicht einfach durch die Logistik aufgefangen würden, sondern den Wirtschaftsstandort Deutschland nachdrücklich beeinflussen würden.

In der Vortragsrunde des Vormittags diskutierten Fachleute unter der Moderation von VerkehrsRundschau-Redakteur Michael Cordes die Herausforderungen der Stahlmärkte. Prof. Dr. Wim Kösters, Mitglied des Vorstandes RWI – Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung, beleuchtete die Auswirkungen der Eurokrise auf die Volkswirtschaft. Die Weltwirtschaft erhole sich nach einer Seitwärtsbewegung. Allerdings werde die Belebung durch die Sparpolitik im Euro-Raum und die Abgabenkürzung in den USA gedämpft. Die Situation in Deutschland sei geprägt von positiven Indikatoren im Arbeitsmarkt und auch die Investitionen in den Wohnungsbau würden zunehmen. So sei in der zweiten Jahreshälfte ein Aufwärtstrend abzusehen. Aber auch wenn für 2014 Wachstum und speziell im Euro-Raum eine Erholung erwartet werde, mahnte Prof. Kösters, dass die Ursachen der Probleme noch nicht gelöst seien. Risiken blieben die immensen Staatsschulden und ein mögliches Erlahmen der Weltkonjunktur. Prof. Kösters bringt es auf den Punkt: „Diese Krise ist hervorgerufen worden, weil die Regeln der Maastrichter Verträge nicht eingehalten worden sind. Dabei haben wir unter anderem mit den Staatsschulden und in Bezug auf die Banken gleich mehrere Krisen parallel.“ Die entstandenen Probleme seien nur durch eine klare Strukturreform in den Krisenländern behebbar. Zwar sollte verhindert werden, dass Länder aus dem Euro-Raum ausscheiden würden. Sollten die Strukturreformen jedoch nicht umgesetzt werden, müsse über eine geordnete Staatsinsolvenz nachgedacht und schon jetzt konkrete Regeln dafür geschaffen werden.

Dr. Martin Theuringer, Leiter Geschäftsfeld Wirtschaft und Märkte, Wirtschaftsvereinigung Stahl gab einen Ausblick auf die Stahlkonjunktur 2013/2014. Die globale Stahlkonjunktur belebe sich moderat in 2013, die Entwicklungen verlaufen aber weiterhin regional uneinheitlich. 2012 war in Europa mit einem Nachfragerückgang von 10 % schwierig. Für 2013 erwartet Dr. Theuringer eine Stabilisierung auf verhaltenem Niveau, der Tiefpunkt werde noch 2013 erreicht. Mittlerweile hätte sich Europa zur „Vier-Klassen-Gesellschaft“ entwickelt, wobei Deutschland und Polen die Spitzenposition einnehmen würden, während Spanien mittlerweile 60 % unter den Werten des Jahres 2006 liegen würde. Für die Vereinigten Staaten sieht Dr. Theuringer eine sehr positive Entwicklung. Nach einem Plus von 8 % im Vorjahr seien für 2013 zwar nur rund 3 % Wachstum prognostiziert, dies könne jedoch noch deutlich übertroffen werden. Staatliche Eingriffe sah er mit gewisser Sorge: „Während wir in Europa ein funktionierendes Beihilferegime haben, steigen die Überkapazitäten in China durch staatliche Förderung immer weiter auf langfristig eine Milliarde Tonnen an.“ Auch die deutschen Pläne zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes stelle die Branche vor massive Wettbewerbsprobleme durch die zu erwartenden Verteuerungen.

Weitere Herausforderungen für die Stahlindustrie sah Hans-Joachim Welsch, Geschäftsführer SHS Logistics GmbH/Vorsitzender Verkehrsausschuss der Wirtschaftsvereinigung Stahl, bei der Unterfinanzierung der Infrastruktur. Bei der Bahn seien teure Personenverkehrsprojekte vorrangig, sodass der Güterverkehr auf der Strecke bliebe. Beim Binnenschiff seien insbesondere veraltete Schleusen unbeseitigte Flaschenhälse. Auch wenn Bahn und Wasserstraße für den Massengutzulauf in der Stahlindustrie Verkehrsträger Nummer eins wären, sei der Lkw vor allem im Warenausgang durch seine Flexibilität unverzichtbar. „Wie soll der Lkw einen Großteil des zu erwartenden Verkehrswachstums bewältigen, wenn das Straßennetz schon heute überlastet ist“, stellte Welsch mit Blick auf den schlechten Zustand des Bundesfernstraßennetzes in Frage. Als eine der möglichen Lösungen präferierte er eine maßvolle Anhebung der Gesamtgewichte auf 44 Tonnen, sodass auch zwei Coils mit je 14 Tonnen auf einem Lastzug befördert und somit über 100.000 Fahrten in Deutschland eingespart werden könnten. Generell würden Investitionen in die Infrastruktur einen hohen volkswirtschaftlichen Nutzen bringen, weil dort vieles im Argen sei und die Wirtschaft von funktionierenden Verkehrswegen abhänge. Prof. Kösters pflichtete ihm bei, befürchtete jedoch, dass dies nicht ins politische Kalkül passen würde.

In der folgenden Diskussion wurde die Podiumsrunde von Prof. Dr. Wim Kösters, Dr. Martin Theuringer und Hans-Joachim Welsch durch Rolf Bennemann, Leiter Niederlassung Schwerte, Stute Logistics GmbH, Mitglied des Fachausschusses Stahl im VVWL NRW e. V. und Arno Depping, Werksleiter Bochumer Eisenhütte Heintzmann GmbH & Co. KG ergänzt. Depping trug die Befürchtungen Theuringers zu den erneuerbaren Energien mit, da das Energiekonzept nicht zu Ende gedacht sei: „Bei der Stahlveredelung beträgt der Kostenanteil durch Energieverbräuche derzeit 40 %, durch die angedachten Reformen würde dieser auf 50 % steigen.“ Bennemann stellte heraus, dass die Herausforderungen an die Logistiker immer komplexer und die Auftragsvolumina immer größer würden. Dies sei insbesondere für den Mittelstand nur noch schwer zu bewältigen. In Bezug auf Schienenverkehre sieht Bennemann die privaten Bahnen jedoch als flexibler, schneller und günstiger als die DB an. Depping pflichtete dem bei: „Wir verfügen zwar über einen eigenen Gleisanschluss, verladen aber 98 % auf den Lkw. Mit etwas mehr Kundenorientierung in puncto Flexibilität und Zuverlässigkeit könnten wir auch mehr über die Bahn abwickeln. Auch in Bezug auf eine Anhebung der Gewichte auf 44 Tonnen könne sein Unternehmen täglich bis zu sechs Lkw-Transporte einsparen. Hinsichtlich der Durchsetzbarkeit verwies Grewer auf die politische Gesamtsituation, insbesondere die aktuelle Infrastrukturpolitik, und sah hier kaum Bereitschaft der Politik, auf diese Forderung einzugehen. Auf die Frage nach einer Prognose für die nahe Zukunft meinte Welsch, dass 2013 zwar besser als das Vorjahr werde, durch Rohstoff- und Energiekosten 2013 dennoch für die Branche ein schwieriges Jahr würde.

Vorsichtig optimistischer gab sich Bennemann mit einer hoffnungsvollen Erwartung für das zweite Halbjahr, machte jedoch deutlich, dass die Logistik klar an den Grenzen der Kostenoptimierung angekommen sei. Depping sah 2013 ebenfalls als schwierig an und konnte aufgrund zahlreicher Probleme, wie beispielsweise dem fehlenden Infrastruktur-Ausbau, keinen rechten Optimismus für die nahe Zukunft aufbringen.

Nach einer Stärkung mit reichlich Gelegenheit zum Netzwerken stellten Christian Beßler, Teamleiter Logistics Consulting, LOG GmbH und Sven Heinz, UnternehmensBeratung im VVWL NRW e. V. die Berechnung des Carbon Footprint auf Basis der DIN EN 16258 vor. Beßler gab einen Überblick über die Emissionsquellen von der Förderquelle bis zum Auspuff unter Berücksichtigung von Leerfahrten und Büro-Energieverbräuchen. Heinz zeigte an einem praktischen Beispiel den Rechenweg auf, der zum Nachweis der CO2-Bilanz erforderlich ist. Wichtig sei, so waren sich beide einig, dass mit der neuen Norm eine Vergleichbarkeit der Bilanzen unterschiedlicher Unternehmen geschaffen worden sei.

Günther Karneth, Leiter Referat Abteilung III Straßeninfrastruktur und Straßenverkehr, Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MBWSV NRW) und sein Referent Jörg Reißing gaben einen Überblick über den für die Stahlbranche besonders bedeutsamen Schwerlastverkehr. Reißing erläuterte, dass der Großteil der Brücken in den 1970er-Jahren erbaut wurde. Bei der Bauweise wäre man sehr materialsparend vorgegangen, weil die Verkehrsentwicklung nicht im tatsächlichen Ausmaß vorhergesehen wurde. So habe sich allein der genehmigungspflichtige Schwerlastverkehr über 150 Tonnen seit 2005 versechsfacht. Mittlerweile seien von den über 300 zu kontrollierenden „vordringlichen Großbrücken“ ein Drittel nachgerechnet worden, davon sei die Hälfte reparaturbedürftig. Es sei deutlich, dass in absehbarer Zeit wieder Probleme mit dem ein oder anderen Brückenbauwerk entstehen würden. Auf die Frage nach einer Anhebung der Gesamtgewichte vertrat er deutlich die Ansicht, dass die Infrastruktur derzeit 44 Tonnen bei gleicher Fahrzeuglänge nicht vertrage. Karneth trug zu den rechtlichen Grundlagen im Genehmigungsverfahren vor. Zwar seien Änderungen des Rechtsrahmens in Vorbereitung, diese müssten aber entweder noch durch die EU-Gesetzgebung oder bedürften noch der Zustimmung des Bundesrates, und dies im Jahr der Bundestagswahl.
Daher erwarte er für das Jahr 2013 wenig Änderungen. Auch der am Vortag veröffentlichte Kommissionsvorschlag zur Reform der EU-Richtlinie zu Maßen und Gewichten war ein Thema. Allerdings wollen Verkehrsbehörden und Polizei auf Landesebene NRW durch Pilotprojekte den Verzicht auf die Polizeibegleitung testen.

Die zweite Podiumsrunde mit Christian Beßler, Günther Karneth und Jörg Reißing wurde komplettiert durch Dr. Jürgen Harland, Leiter Logistik und SCM, Salzgitter Flachstahl GmbH, Joachim Schürings, Teamkoordinator Einkauf/Logistik, ThyssenKrupp Steel Europe AG sowie Stefan Windgätter, Geschäftsführer Windgätter und Sohn GmbH, Vorsitzender des Fachausschusses Stahl im VVWL NRW e. V. Windgätter berichtete über die Probleme, die die Branche mit der Sperrung der Leverkusener Autobahnbrücke im vergangenen Winter hatte. Im Schnitt waren 44 % der Touren der Unternehmen betroffen, durchschnittlich gingen 39 Minuten durch Umwege von gemittelt 29 Kilometern verloren. Schürings sah die Politik zur Handlung gezwungen: „Muss erst eine weitere Brücke ausfallen, bevor investiert wird? Bei den hier geschilderten Problemen müssen in der Politik alle Alarmsirenen angehen.“ Dem stimmte Dr. Harland vollumfänglich zu. „Salzgitter Flachstahl hat zwar noch kein tagesaktuelles Problem. Der allgemeine Zustand der öffentlichen Infrastruktur ist jedoch eine tickende Zeitbombe.“ Schürings kritisierte die zweigeteilte Sichtweise in Politik und Gesellschaft: „Wir sind stolz auf unsere Exportleistung, andererseits beschweren wir uns über den daraus resultierenden Verkehr.“ Zur CO2-Minderung sah Dr. Harland auch die Industrie in der Pflicht, das Thema anzugehen. „Bei der Transportvermeidung sind uns zwar enge Grenzen gesetzt, hinsichtlich der Transportoptimierung gibt es jedoch noch Möglichkeiten.“ CO2-Bilanzierung sei dabei zur Überwachung der Erfolge unerlässlich. Auch Schürings sah den Carbon Footprint als prioritär an, sah für sein Unternehmen den Schwerpunkt jedoch bei der Produktion, da die Emissionen beim Transport nur ein Prozent davon ausmachen würden.

Dr. Christoph Kösters, Clustermanager Logistik.NRW und Hauptgeschäftsführer des VVWL NRW e. V. verdeutlichte in seinem Schlusswort, dass die Infrastrukturfinanzierung eine große Herausforderung für die politische Arbeit sei. Es gelte deutlich zu machen, dass die notwendigen Haushaltsmittel nicht durch zusätzliche Mauten generiert werden sollen, sondern auch um andere Prioritäten bei der bisherigen Verwendung der Einnahmen von rund 53 Milliarden Euro aus dem Straßenverkehr insgesamt gehe.

Am 23. April 2013 fand im BayKomm in Leverkusen das zweite BranchenForum ChemieLogistik.NRW statt. Die vom LogistikCluster NRW gemeinsam mit ChemCologne und der Regionalgruppe Rhein der BVL durchgeführte Veranstaltung, war auch in diesem Jahr mit gut 120 Teilnehmern ein voller Erfolg. Dieses Mal ging es vor allem um Effizienzsteigerungen durch optimierte Zusammenarbeit zwischen Verladern, Chemieparks und Logistikdienstleistern. Nach einer kurzen Begrüßung durch Prof. Dr. Brüll von Bayer Technology Services als Ausrichter der Veranstaltung und Dirk Emmerich (LOG-IT Club e. V./LogistikCluster NRW) sowie Prof. Dr. Jockel (BVL/Hochschule Niederrhein) übernahm Peter Abelmann, Clustermanager des LogistikClusters NRW, die Moderation des Nachmittags.

Im ersten Vortrag beleuchte Dr. Martin Friedrich, Bayer Technology Services GmbH, die lückenlose Materialverfolgung für Pharma-, Agro- und Chemieprodukte und skizzierte den heutigen Stand sowie die aktuelle Entwicklung. Mit der Beschreibung von Beispielen jeweils bezogen auf Pharma-, Agro- und Chemieprodukte wurde gezeigt, dass Systeme zur Materialverfolgung (Track and Trace) bereits voll in der Prozessindustrie etabliert sind, jedoch eine lückenlose Materialverfolgung bislang nur in Teilbereichen besteht. Die voranschreitende technologische Entwicklung, die Erfüllung regulatorischer Anforderungen sowie das stetige Bestreben nach Kosteneinsparungen sind dabei eindeutige Treiber, die Track & Trace zunehmend zum Durchbruch verhelfen. Hemmnisse bestehen jedoch in der Zusammenarbeit der Supply-Chain-Partner und der Koordination der Prozesse, womit eine Win-Win-Situation nicht einfach zu realisieren ist.

Der nächste Vortrag kam von Prof. Dr. Wolfgang Backmerhoff von der Hochschule Neuss für internationale Wirtschaft. Er öffnete den Fokus der Veranstaltung und thematisierte die Rahmenbedingungen für die Chemparks entlang der Rheinschiene. Nach Studien des VCI ist bis 2030 jedoch damit zu rechnen, dass sich der Anteil an der Weltchemieproduktion massiv in Richtung Asien verschieben wird. Deutschland als fünftgrößter Produzent könnte demnach bis 2030 die Produktion um 40 % steigern. Das prognostizierte Wachstum kommt vor allem aus der forschungsintensiven Spezialchemie. Damit rücken auch die logistischen Infrastrukturen wie Gefahrstofflager in einen besonderen Fokus. Jedoch sei zu beobachten, dass Chemieunternehmen derzeit eher in Produktionsanlagen als in Gefahrstofflager investieren. Gleichzeitig werden Altimmobilien/-einrichtungen nicht vom Markt genommen. Dies verhindert bzw. verzögert Neuinvestitionen. Sowohl Verlader als auch Logistikdienstleister haben jedoch Interesse daran, Sanierungen von Altanlagen und/oder Neuinvestitionen anzustoßen und auch realisieren zu lassen. Dabei sollte ein Lager vor allem den Anforderungen der Multifunktionalität, Drittverwertung, Skalierbarkeit, Flexibilität und kapitalschonenden Finanzierung genügen. Dafür ist aber eine Zusammenarbeit zwischen Logistikern und Produzenten unabdingbar, sodass Chemielogistiker zunehmend in die Produktion hineinwachsen müssen.

Nach einer Pause mit reichlich Gelegenheit zum Netzwerken stellte Dirk Emmerich, Vorstand des LOG-IT Club e. V. und Friedrich A. Kruse jun. Logistics Services GmbH & Co. KG, die erarbeiteten Ergebnisse des BranchenKreises ChemieLogistik.NRW zu dem Thema „Beschleunigte Durchlaufzeiten von LKW bei Be- und Entladung in Chemieanlagen“ vor. Wesentliche Effizienzhebel in diesem Prozess werden vom Branchenkreis vor allem in der Terminplanung/-buchung, bei der Ein- und Ausfahrt am Gate sowie an der Ladestelle gesehen. Wichtig ist dem Kreis dabei eine Flexibilisierung der Terminplanung und Slot-Booking-Systeme. Am Gate kann eine papierlose und automatisierte Abwicklung die Durchlaufzeiten um ein Vielfaches reduzieren. Ein elektronischer Check-in und Check-out würde eine automatische Identifizierung von Auftrag, Fahrer und Fahrzeug erlauben, wobei die Heterogenität der Identifizierungssysteme ein wichtiger Störfaktor sein kann. Daher wird empfohlen einen Branchenstandard mit gleicher Technik und gleichen Abläufen zu schaffen. Auch sollte ein gemeinsamer Daten-Pool ggf. von einem neutralen Betreiber eingerichtet werden, sodass eine einmalige Registrierung von Fahrer und Fahrzeug genügt und alle betroffenen Beteiligten in allen Chemieparks darauf zugreifen können.

Die von Herrn Emmerich vorgestellten Ergebnisse werden allen Mitgliedern des LogistikClusters.NRW zur Verfügung stehen. Weitere Interessierte sind willkommen, ebenfalls an den künftigen Sitzungen des Branchenkreis ChemieLogistik.NRW beizusitzen.

Die letzte Präsentation des Tages hielt Hans Maier-Dech, star/trac supply chain solutions GmbH. Diese knüpfte direkt an die Ergebnisse des BranchenKreises ChemieLogistik.NRW an. Unter dem Titel „Automatisierte LKW-GATE Prozesse in der Chemieindustrie“ präsentierte er das derzeitig im Aufbau befindliche Projekt GATE im Chempark, in dem das Framework FLOW von star/trac eingesetzt werden soll. Die durchgängige Verkehrsabwicklung in FLOW erlaubt die Kontrolle und Steuerung aller Beteiligten, da von der Avisierung und Slotbuchung bis zum Reporting und der Abrechnung alles erfasst wird. Bei der Umsetzung kommt modernste Technologie zum Einsatz, die die Automatisierung wesentlicher Zeitfresser unterstützen soll. Dementsprechend findet eine Asset-Identifizierung via RFID-Tags (Zugmaschine, Trailer und Container) und OCR (Box-Container, Tank- Container und Behälter) statt. Der Fahrer soll via Biometrie bzw. optischer Authentifizierung identifiziert werden. Durch die Beschleunigung des Prozesses am Gate, der auf eine Stunde beziffert wird, werden Kosten reduziert, Kapazitäten freigesetzt und die Qualität verbessert.

Geschlossen wurde das zweite BranchenForum ChemieLogistik.NRW mit einer Podiumsdiskussion an der neben den Referenten noch Wilhelm Schröder, BASF SE, teilnahm. BASF hat bereits viele der präsentierten Maßnahmen am Standort Ludwigshafen umgesetzt und allein das Check-in am Gate auf durchschnittlich nur eine Minute reduziert. Bis Ende dieses Jahres sollen im Werk Ludwigshafen 85 % der Spediteure mit der genutzten Technik ausgestattet werden. Insgesamt gab es bei der Podiumsdiskussion keine Meinungsverschiedenheit der Teilnehmer und des Publikums. Sämtliche Teilnehmer waren sich einig, dass zwar Effizienzsteigerungen zunächst im Kleinen in den einzelnen Chemieparks verwirklicht werden sollten, aber dies möglichst mit einem einheitlichen Branchenstandard. Nur so kann langfristig eine gemeinsame Nutzung zentraler Informationen und Daten gewährleistet werden. Damit schloss das BranchenForum ChemieLogistik.NRW – die Veranstalter werden auch im kommenden Jahr wieder ein BranchenForum ChemieLogistik.NRW ausrichten und damit weiter eine wichtige Plattform für diese Branche bieten.

Im April liefen auch erneut einige unserer Branchenkreise. Mehr zu den Branchenkreisen finden Sie auf unserer Website unter www.logit-club.de. Sie sehen hier jeweils eine kurze Beschreibung der Inhalte dieser „Arbeitsebene“ des Clusters sowie Hinweise für eine mögliche Teilnahme und einen Ansprechpartner. Soweit Branchenkreise auch weitere Papiere oder Unterlagen erstellt haben, sind diese ebenfalls hier enthalten. Aktiv sind „Logistikimmobilien und Flächen“, „Ernährungswirtschaft“, „Marketing“, „Personal“, „Handel“, „Schifffahrt und Häfen“, „Möbellogistik“, „Speditionssoftware und Telematik“, „Logistik-IT“, „Grüne Logistik“ und „ChemieLogistik.NRW“. Wenn Sie dazu mehr Informationen haben möchten, melden Sie sich einfach unter p.abelmann@sci.de. Wir streben auch nach wie vor die Gründung von weiteren neuen Kreisen mit anderen NRW-Landesclustern oder anderen Partnern an.

Am 15. Mai 2013 führt unser Partner Effizienzcluster Logistik im Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik IML ab 15:00 Uhr die Fachveranstaltung „So geht Güterverkehr heute! individuell. multimodal. vernetzt“ durch. Hier werden Ihnen die Ergebnisse aus drei Spitzenclusterprojekten präsentiert: Safe Networks for Logistics, Multimodal Promotion und Urban Business Navigation. Das Besondere an der neuen Reihe: Sie können die Demonstratoren der Projekte vor Ort einem Praxistest unterziehen. MEHR

Am 16. Mai 2013 findet in Düsseldorf in der NRW.BANK die Veranstaltung "Wachstumschance Auslandsgeschäft" von NRW.Europa und der NRW.BANK statt. Es werden Instrumente und Praxisbeispiele der (internationalen) Innovationsförderung des Landes NRW, des Bundes und der EU aufgezeigt und Informationen über Finanzierungs- und Absicherungsmöglichkeiten für Auslandsgeschäfte vorgestellt. MEHR

Am 24. Mai 2013 findet in Düsseldorf der diesjährige Wirtschaftstag Japan statt. Thema ist in diesem Jahr die Distribution der Zukunft – intelligente Konzepte, grüne Strategien. Das LogistikCluster NRW ist Partner der Veranstaltung in der auch unsere Mitglieder Fraunhofer IML, Henkel und Neuss Düsseldorfer Häfen mitwirken. Die Veranstaltung ist kostenlos. MEHR

Save the date:

18.06.2013: 5. Branchenforum Logistikimmobilien und Flächen
-Herausforderungen 2013+: Verbesserung von Altimmobilien und Kommunikation von Logistikprojekten-

26.06.2013 Logistikforum Gelsenkirchen
-Grüne Logistik Herausforderungen und Chance-
Veltins Arena

Sie wollen kurzfristig über unsere Veranstaltungen informiert werden und dabei sein? Werden Sie Mitglied im LogistikCluster NRW. [mehr...]


Neue Mitglieder im Netzwerk


Wir freuen uns ganz besonders im April 2013 wieder eine ganze Reihe neuer Mitglieder in das Cluster und damit im LOG-IT Club e. V. aufgenommen zu haben. Der Aufbau unserer Community läuft damit ohne Pause weiter. Nutzen auch Sie die Chance und seien auch Sie in dem dynamischsten Logistik-Netzwerk in Deutschland dabei. Zwischenzeitlich haben wir über 225 Mitglieder aus allen Bereichen der Logistik.

Das erste neue Mitglied der Woche ist die CARGOTRANS GmbH & Co. KG aus Dortmund. Das Unternehmen bietet Seefracht, Luftfracht, Landverkehr national mit 25 eigenen Fahrzeugen, Landverkehr international, Lagerei und ist Kooperationspartner im ELVIS-Verbund.

Das zweite neue Mitglied ist die Bremkamp Consulting aus Hattingen. Das Unternehmen bietet eine Bank- und konzernunabhängige Strukturierung von Investitionen unter Einbeziehung von rechtlichen, steuerlichen und finanztechnischen individuellen Rahmenbedingungen von mittelständischen Unternehmen. Schwerpunkt ist die Strukturierung von Logistikinvestitionen.

Neu mit dabei ist auch die RBH Logistics GmbH aus Gladbeck. Das Unternehmen ist im Schienengüterverkehr tätig.

Ebenfalls als neues Mitglied angemeldet hat sich die NETSTOCK GmbH aus Dortmund. Das Unternehmen bietet Lagerbestandsoptimierung im Internet.

Das fünfte neue Mitglied der Woche ist die LOG-MEDIA.NET GmbH aus Düsseldorf. Das Unternehmen ist im Bereich der EDI-Dienstleistungen (Elektronic Data Interchange) tätig.

Das sechste neue Mitglied ist die NISSIN Transport GmbH aus Neuss. Nissin ist ein internationaler Logistikdienstleister.

Auch als neues Mitglied im Cluster aufgenommen haben wir die EUROVIA Teerbau GmbH mit der Niederlassung in Bottrop. Das Unternehmen ist Hersteller von Straßeninfrastruktur (Straßenbauunternehmen).

Ganz besonders wichtig ist für uns auch der Eintritt der Wirtschaftsförderung Stadt Gelsenkirchen. Damit ist ein weiterer wichtiger Akteur aus unseren Logistikregionen im Cluster mit dabei. Als Themen hat die Wirtschaftsförderung Gelsenkirchen vor allem die Vermittlung lokaler GI/GE-Flächen sowie „last-mile“-Aktivitäten und green logistics auf der Agenda.
Wir freuen uns sehr über diese neuen Mitglieder, die unser Cluster in interessanten Bereichen verstärken und erweitern. Natürlich hoffen auf noch weiteres Wachstum in den kommenden Wochen. Weitere Informationen zu den im Cluster direkt organisierten Unternehmen finden Sie auch unter dem Menüpunkt „Vorstellung der Mitglieder“ auf unserer Website.

Sind Sie schon Mitglied der Community? Ein entsprechendes Anmeldeformular sowie die Satzung des Vereins können Sie hier HIER herunterladen.


Thema des Monats


NRW.LOGISTIKINDEX 1. Quartal 2013:
Erwartungen im ersten Quartal wurden nicht erfüllt


Nach einem kurzen Stimmungshoch am Anfang des Jahres hat sich das Geschäftsklima in NRW parallel zu dem im Bund im März wieder abgekühlt. Die Abkühlung des Geschäftsklimaindex beruht dabei vor allem auf einer zurückhaltenden Zukunftseinschätzung – die hohen Erwartungen des Jahreswechsels haben sich noch nicht erfüllt.

 

Trotzdem werden in NRW sowohl die Kapazitätsauslastung als auch der Transportumsatz positiv bewertet – auch besser als im Bund. Ferner rechnen weniger Unternehmen in NRW mit einem starken Kostenanstieg, wobei aber auch kein Unternehmen mit sinkenden Kosten rechnet. Die Preise sind dagegen im ersten Quartal etwas unter Druck geraten – wenngleich die Mehrheit der Unternehmen mit unveränderten Preisen rechnet.

Insgesamt war das erste Quartal für die Unternehmen ein eher schwieriger Zeitraum. Das vergangene Jahr (2012) wird von einer Mehrheit der Befragten insgesamt negativ bewertet. Ausschlaggebend dafür scheint die allgemeine Unsicherheit zu sein, die im Jahr 2012 mehrheitlich als das größte Problem bewertet wurde.

Eine überraschende Entwicklung lässt sich in der Beurteilung eines guten Logistikstandortes erkennen. Hier scheint die Nähe zu den Märkten sowohl im Bund als auch in NRW nun der bedeutendste Faktor für die Unternehmen zu sein. Demnach hat eine gute Verkehrsanbindung an Bedeutung verloren. Sie rangiert auf Platz vier noch hinter einer starken industriellen Basis und niedrigen Grundstücks-/Immobilienpreisen

Mit dem NRW.LOGISTIKINDEX beobachtet das LogistikCluster NRW ständig die Logistik-Branchenentwicklung in Nordrhein-Westfalen. Der NRW.LOGISTIKINDEX ist ein quartalsweise ermittelter Indikator, der die brancheninterne Wirtschaftslage und -zukunft zeigt. Es werden nicht nur kurzfristige, konjunkturell bedingte Erwartungen abgefragt, vielmehr verfolgt dieser Index darüber hinaus das Ziel, langfristige, wachstumsbedingte Tendenzen insbesondere für das Land Nordrhein-Westfalen aufzudecken. Der Index soll den im Cluster organisierten Unternehmen helfen, ihre Lage im Wettbewerb realistisch einzuschätzen. Er dient außerdem dazu, den Mitgliedern einen Informationsvorsprung zu sichern. Somit ist der NRW.LOGISTIKINDEX ein aktiver Teil einer positiven Clusterentwicklung in Nordrhein-Westfalen.

Der nächste NRW.LOGISTIKINDEX für die Öffentlichkeit erscheint im Juli 2013.

Die Vollauswertung des NRW.LOGISTIKINDEX sowie eine monatliche Klimakurve erhalten die Mitglieder des LogistikClusters NRW. Hier können Sie Mitglied werden. [mehr...]


Termine


16. April 2013
BranchenForum Stahl.NRW unter dem Titel „Stahl und Logistik 2013 – Wohin geht die Reise?“
10:00 Uhr, Westfalenhallen Dortmund (Kongresszentrum)

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„Gute Nachrichten“ von Mitgliedern des LogistikClusters NRW

LogistikCampus in Dortmund eröffnet

Dortmund. Mit einem für die Logistik einzigartigen Konzept ist der LogistikCampus an der Technischen Universität Dortmund ein Vorreiterprojekt auf seinem Gebiet. In Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML entsteht durch das neue Gebäude an der TU Dortmund ein interdisziplinäres Forschungszentrum für Logistik mit wissenschaftlichem und technischem Know-how. Lehre und Forschung werden hier unter einem Dach vereint. Nach rund zwei Jahren Bauzeit wurde der LogistikCampus am 22. April 2013 offiziell von Svenja Schulze, NRW-Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung, eröffnet.

Mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen haben die Technische Universität Dortmund und die Fraunhofer-Gesellschaft mit dem neu gebauten LogistikCampus eine wichtige Grundlage geschaffen, um die herausragenden Kompetenzen in der interdisziplinären Logistikforschung in Dortmund auszubauen und zu stärken. Im Rahmen der Eröffnungsfeier am 22. April 2013 wurde der Neubau nun offiziell an Prof. Dr. Ursula Gather, Rektorin der TU Dortmund, und Prof. Dr. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML, übergeben. „Der Logistikstandort Dortmund hat eine neue exzellente Visitenkarte“, betonte Wissenschaftsministerin Schulze bei der feierlichen Schlüsselübergabe. In den Bau des Dortmunder LogistikCampus hat das Wissenschaftsministerium 4,4 Mio. Euro investiert. Der Rest wurde von der Fraunhofer-Gesellschaft und der TU Dortmund finanziert.

In dem sechsstöckigen Gebäude der Fraunhofer Gesellschaft werden auf einer Fläche von rund 2.650 m² 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TU Dortmund und des Fraunhofer IML und die Graduate School of Logistics Platz finden. Die ersten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind bereits eingezogen. Das Foyer des LogistikCampus bietet außerdem Raum für Veranstaltungen und in dem daran angeschlossenen Hörsaal können Vorlesungen oder Vorträge für bis zu 250 Personen gehalten werden.

Ziel ist es, die interdisziplinäre Grundlagenforschung in der Logistik zu stärken. Daher wird der LogistikCampus auch zu 75 % von universitären Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gefüllt sein. „Ich freue mich besonders, dass es uns gelungen ist, den LogistikCampus zu realisieren. Interdisziplinäre Forschung ist ein entscheidender Faktor, um die Logistik als Wettbewerbsfaktor für Deutschland weiter voranzubringen.

Die Wirtschaft bekräftigt die Notwendigkeit logistischer Grundlagenforschung durch die Stiftung von Professuren und Stipendien. Bis zu acht neue Lehrstühle sollen im LogistikCampus Platz finden. Zu den ersten Stiftern zählen Audi („Supply Net Order Management“) und das Beckumer Unternehmen Beumer („Sortier- und Verteiltechnik“).


NEWS von Mitgliedern des LogistikCluster NRW


CEHP unterschreibt dreijährige Vertragsverlängerung mit Mondelēz International
Köln. CHEP hat eine dreijährige Vertragsverlängerung mit Mondelēz International unterschrieben. Diese beinhaltet das Management von Pooling-Paletten in West-, Mittel- und Osteuropa für mehr als 7 Mio. Palettenbewegungen pro Jahr.
Mondelēz International ist ein weltweit führender Hersteller von Schokolade, Keksen, Kaugummi, Süßigkeiten, Kaffee und Getränkepulver. Zum Portfolio des Unternehmens gehören diverse Milliarden-Dollar-Marken, darunter Cadbury und Milka Schokolade, Jacobs Kaffee, LU, Nabisco und Oreo Kekse, Tang Getränkepulver und Trident Kaugummi.
Mondelēz International, dessen europäischer Hauptsitz in Zürich ist, setzt CHEP Paletten ein, um seine Produkte zu mehr als 100.000 Kundenstandorten in ganz Europa zu transportieren. Die Teams der beiden Partner-Unternehmen sehen zukünftigen Wachstumsgelegenheiten für die Expansion von CHEP in Spanien, Frankreich, Italien, Skandinavien und den Beneluxländern bereits mit Freude entgegen.

KV-Terminal soll Dortmund entlasten
Im Sommer 2013 könnte der Startschuss zum Ausbau des Dortmunder Hafens zur größten Logistikdrehscheibe im östlichen Ruhrgebiet fallen. Der Planfeststellungsbeschluss für die auf einem ehemaligen Güterbahnhof geplante KV-Anlage existiert bereits seit November 2012. Nun werde der Beschluss beklagt, sagte Büscher. Anwohner sorgen sich um den erhöhten LKW-Verkehr. Der Vorstandschef rechnet aber damit, dass „die rechtlichen Dinge bis zum Sommer geklärt sind", sodass dann der Bau beginnen kann. Die Investition beläuft sich auf über 25 Mio. EUR. 30 neue Arbeitsplätze entstehen dadurch. Die Anlage soll in der Endausbaustufe eine Kapazität von bis zu 150.000 Ladeeinheiten pro Jahr haben. Die bestehende Anlage (CTD) stößt mit knapp 180.000 Ladeeinheiten an ihre Kapazitätsgrenze.

Duisburger Hafen: Bund will Anteile an NRW verkaufen
Düsseldorf/Duisburg. Die Verhandlungen über einen Verkauf der Bundesanteile am Duisburger Hafen an das Land Nordrhein-Westfalen nähern sich einem Abschluss. Beide Seiten seien sich einig, dass ein Anteilserwerb angegangen werde, teilte das NRW-Finanzministerium am Mittwoch auf Anfrage mit. Grundlage für ein Zustandekommen des Geschäfts ist ein Gutachten, mit dem der Wert der Anteile ermittelt wurde. Dessen Entwurf befinde sich zurzeit in der Abstimmung, hieß es weiter. Die endgültige Entscheidung auf Landesseite treffe das Kabinett. Bisher gehört der Hafen je zu einem Drittel dem Land, der Stadt Duisburg und dem Bund. Der Verkauf solle bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Damit bleibe das Unternehmen in öffentlicher Hand, sagte der Vorstandsvorsitzende der Duisburger Hafen AG, Erich Staake, der Zeitung. Zuvor hatten Kritiker Bedenken gegen eine mögliche Privatisierung oder einen Verkauf der Anteile an Konkurrenzhäfen in Rotterdam oder Antwerpen geäußert.

Dachser baut Kapazität im Ruhrgebiet aus
Dortmund. Dachser hat in Herten bei Dortmund ein Lager für 9.500 Paletten bezogen. Es ist via Shuttle-Transport mit dem Logistikzentrum Dortmund verbunden. In Herten lagern hauptsächlich Handelswaren und Elektroartikel.

Zweites Krankenhaus-Logistikzentrum eröffnet
Münster/Bochum. Ihr zweites Krankenhaus-Logistikzentrum hat die St. Franziskus-Stiftung Münster, eine der größten konfessionellen Krankenhausgruppen Deutschlands, in Kooperation mit dem Kontraktlogistikspezialist Fiege in Bochum offiziell eröffnet. Zur Feierstunde kamen rund 100 Teilnehmer in das Gebäude des „medicalORDERcenter II“ (mOc II) auf dem ehemaligen Nokia-Gelände. Vor etwa zehn Jahren sei im münsterländischen Ahlen das erste mOc eingerichtet worden, damals national und international ohne Beispiel. Da dieses seit längerem sehr erfolgreich sowie „unter Volllast“ laufe, sei die Zeit für die Etablierung des mOc II reif gewesen. Von Bochum aus werden Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen im Ruhrgebiet und im Rheinland mit Arzneimitteln und weiterem Krankenhausbedarf, hauptsächlich Medikalprodukten, versorgt. In einer zentralen Sterilisationsanlage werden zudem Untersuchungs- und Operationsinstrumente der angeschlossenen Kliniken gereinigt und keimfrei gemacht. Zu den Kunden zählen neben Krankenhäusern der Franziskus Stiftung auch externe Kliniken, beispielsweise konfessionelle Hospitäler in Essen und Gelsenkirchen sowie die Düsseldorfer Häuser der Sana Kliniken AG.

Neuer Spezialist für Verpackungsmaterial und -systeme im Logport II
Duisburg. Die Ansiedlung eines Verpackungszentrums des Automobilherstellers Audi im Duisburger Hafen zieht neue Unternehmen an den Standort. So wird der Spezialist für Verpackungsmaterial und -systeme Thimm Schertler im November 2013 im Logport II in Duisburg-Wanheim den Betrieb aufnehmen. Das zur Thimm-Gruppe mit Sitz in Northeim/Niedersachsen gehörende Unternehmen mietet eine rund 8.000 m² große Halle. Von dort aus wird das Audi-Verpackungszentrum, das vom Dienstleister Schnellecke betrieben wird, mit Material versorgt. Die Rohbauten der ersten Hallen am Logport II stehen. Generalunternehmer ist Goldbeck aus Bielefeld. Anfang Juli soll der erste, Anfang November der zweite Bauabschnitt fertig sein. Finanziert und gebaut wird die 53.000 m² große Anlage von der Duisport-Gruppe. Die Investitionen belaufen sich laut Duisburger Hafen auf rund 25 Mio. EUR. Bei Schnellecke entstehen rund 440, bei Thimm Schertler etwa 60 neue Arbeitsplätze, heißt es.

Neue Zustellbasis der Post in Bochum
Bochum. Die Deutsche Post DHL hat in Bochum ihre zweite mechanisierte Zustellbasis in Betrieb genommen. Der Konzern hat dafür ein Grundstück mit 51.000 m² auf dem ehemaligen Nokia-Gelände gekauft. Das dort gebaute Hallen- und Bürogebäude misst 5.000 m². Zur Höhe der Investitionen machte das Unternehmen keine Angaben.

FABER Betonsanierung: Innovative Schaumbeton-Injektionen bei abgesackten Betonböden und Schaumbeton als isolierende Gründungspolster bei (Hallen-)Neubau
Mit Hilfe eines Injektionsverfahrens können instabile und abgesackte Betonböden schnell und kostengünstig wieder instandgesetzt und „geliftet“ werden. Dies hilft Zeit und Kosten zu sparen – vor allem bei Gewerbe- oder Verkehrsflächen.
Es handelt sich um ein in Deutschland noch weitgehend unbekanntes, patentiertes Schaumbeton-Injektions-System aus den Niederlanden, mit dessen Hilfe man abgesackte Betonböden effizient, umweltfreundlich und schnell anheben kann. (Industrie-, Produktions- und Lagerhallen, Speditionsunternehmen, Distributions- und Logistikzentren, öffentliche und private Einrichtungen, Straßenbau). Seit knapp zwei Jahren etabliert sich die Firma FABER Betonbodensanierung nun auch auf dem deutschen Markt. Durch die Teilnahme an diversen Kongressen und Fachmessen aus dem Bau-, Logistik- und Facilitymanagement-Bereich hat FABER bereits eine Namensbekanntheit aufbauen können. So wurden bereits erste Referenzobjekte in Deutschland realisiert und treffen regelmäßig Angebotsanfragen ein. Zu den neuen Großkunden gehören unter anderem Hafengesellschaften, Industriehallenbetreiber und Hallenbauer.



Logistik-NEWS aus Nordrhein-Westfalen

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Hafenverbund Deltaport beginnt Projektabwicklung

NRW. Der  aus den niederrheinischen Häfen Wesel, Rhein-Lippe Hafen und Emmelsum gebildete Hafenverbund beginnt mit der Projektabwicklung an seinen Standorten. [mehr]

2,8 Prozent mehr Lohn und Gehalt

NRW. Für die über 100.000 Beschäftigten der Speditionen, Logistik, Kurier-, Paket- und Expressdienste in NRW gibt es einen ersten Tarifabschluss.  [mehr]

Minister Groschek ist Mitglied der neuen Kommission zur Verkehrsfinanzierung

Düsseldorf. Die Verkehrsministerkonferenz hat in Flensburg beschlossen, die dramatische Unterfinanzierung der deutschen Infrastruktur gemeinsam zu bekämpfen.  [mehr]

Keine neuen Airport-Streiks: Arbeitskampf in NRW beendet

NRW. Der mit massiven Streiks an den NRW-Großflughäfen erbittert geführte Arbeitskampf im privaten Sicherheitsgewerbe ist beendet. [mehr]

Palletways erweitert sein Stückgutnetz in Deutschland

Düsseldorf. Palletways hat sein Stückgutnetz in Deutschland erweitert. [mehr]

Reederei Unifeeder eröffnet neues Vertriebsbüro in Düsseldorf

Düsseldorf. Die Reederei Unifeeder hat in Düsseldorf ein Vertriebsbüro eröffnet.  [mehr]

B+S Logistik übernimmt altes Netto Logistikzentrum

Bielefeld. B+S Logistik hat das 2012 geschlossene Logistikzentrum der Edeka-Tochter Netto in Bielefeld-Sennestadt übernommen und damit seine Kapazitäten um 14.500 m² erweitert. [mehr]

Weniger Umschlag an NRW-Häfen

Düsseldorf. In Nordrhein-Westfalen ist der Umschlag der Binnenhäfen 2012 zurückgegangen. [mehr]

Loewe Logistics als Reglementierter Beauftragter zugelassen

Herford. Die Loewe Logistics & Care GmbH & Co. KG, Herford, ist Anfang April vom Luftfahrtbundesamt als reglementierter Beauftragter zugelassen worden.  [mehr]


Quellenverzeichnis

 

Aero International    

Berufs Kraftfahrer Zeitung   

Der Fernfahrer    

Deutsche Verkehrszeitung   

dhf-magazine     

Euro Cargo     

Fischers Gütertransport Nachrichten 

Fracht + Materialfluss   

Frachtdienst     

Gefahrgut Profi    

Güterverkehr     

Handelsblatt     

Ident      

Internationales Verkehrswesen  

Internet Securities Businesswire  

Internationale Transport Zeitschrift  

Schifffahrt und Technik   

KFZ-Anzeiger     

KEP-aktuell     

Logistik für Unternehmen   

Logistik Heute     

Logistik Inside     

Maschinenmarkt    

RFID-Forum     

Trans Aktuell     

Verkehrs Rundschau    

Verkehrsblatt 


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E-Mail: verband@vvwl.de
Internet: www.vvwl-transport.de


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Herausgegeben am 29. April 2013

Die nächsten LOGISTIK.NEWS NRW werden voraussichtlich am 29. Mai 2013 erscheinen.

Gerne veröffentlichen wir die Pressemitteilungen unserer Mitglieder. Falls Sie eine entsprechende Meldung haben, können Sie sich direkt an uns wenden. Auch interessante Fachartikel aus Ihrem Hause können wir in der Rubrik „Thema des Monats“ unterbringen.

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