NEWS aus dem Logistikcluster „LogistikLand NRW“

Über Logistik.NEWS NRW

Das Frühjahr ist für das LogistikCluster NRW immer eine Zeit vieler Aktivitäten. So blicken wir im Februar beispielsweise auf unser BranchenForum HandelsLogistik.NRW zurück. Auch für die kommenden Monate planen wir noch einige Foren und Veranstaltungen. Schauen Sie doch einfach regelmäßig unter „Termine“ auf unserer Website www.logistik.nrw.de vorbei. Unser Thema des Monats ist im Februar die Vertrauensschadenversicherung. Auch im Februar konnten wir wieder einige neue Mitglieder im Cluster begrüßen. Wer neu mit dabei ist, lesen Sie auch hier im Newsletter Logistik.NEWS NRW. Wie immer finden Sie auch in diesem Monat in den Logistik.NEWS NRW unsere „Guten Nachricht des Monats“.

Der Newsletter „Logistik.NEWS NRW“ ist für jedermann kostenlos, allerdings erhalten die Mitglieder des Netzwerks weitergehende Informationen zu den einzelnen News. Die Rubrik „News von Mitgliedern des Logistikcluster NRW“ ist für Pressemitteilungen und Nachrichten der Clustermitglieder reserviert. In der Rubrik „Logistik-NEWS aus Nordrhein-Westfalen“ finden Sie die wichtigsten Meldungen zu Unternehmen aus NRW, zu Neuansiedlungen oder zur Verkehrspolitik.

Wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit im Cluster haben, wenden Sie sich einfach an Herrn Peter Abelmann unter p.abelmann@sci.de. Wir versorgen Sie dann mit weiteren Informationen.

Der nächste Newsletter erscheint voraussichtlich am 30. März 2012.


Aktivitäten

Am 2. Februar 2012 fand in Köln gemeinsam mit NRW.INVEST und NRW.INTERNATIONAL in Köln ein Round Table Logistik China statt. Unter anderem stellte das Clustermitglied PWC eine Studie zu diesem Thema vor. Außerdem wurde über die Messe Transport Logistic China und einige NRW-Veranstaltungen in diesem Rahmen informiert. Falls Sie vorhaben im Juni 2012 nach China zu reisen, um sich auf der dortigen Messe zu präsentieren, bietet NRW.INVEST die Möglichkeit, sich an mehreren Infoveranstaltungen zu Nordrhein-Westfalen zu beteiligen. Bei Interesse melden Sie sich einfach bei p.abelmann@sci.de.

Ebenfalls am 2. Februar 2012 fand in Zusammenarbeit mit dem Clustermitglied WILLIS das erste LogistikDinner des LogistikClusters NRW statt. Thema des Abends war vor allem die Sicherheit der Supply Chain. Siehe dazu auch unser Thema des Monats.

Zum dritten Mal fand am 13. Februar 2012 in den Räumen der IHK zu Dortmund das BranchenForum HandelsLogistik.NRW des LogistikClusters NRW in Zusammenarbeit mit dem Handelsverband Nordrhein-Westfalen e. V. und dem Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen (VVWL) e. V. statt.

Leitthema des 3. BranchenForums HandelsLogistik.NRW war die Zukunft der Handelslogistik in NRW. Intensiv diskutierten insbesondere über 70 Teilnehmer aus Handel, Transport und Logistik sowie Kommunen des Rhein-Ruhr-Raumes das Spannungsfeld Handelsversorgung und -entsorgung, Transport und Stadtentwicklung.

Torsten Waack van Wasen, Head of E-Commerce Galeria Kaufhof, beschrieb anschaulich anhand der in seinem Unternehmen erfolgreich realisierten Lösung die logistischen Folgen von Multi Channel Retailing und geändertem Kauf- und Bestellverhalten der Konsumenten. Aus seiner Sicht gehören Multi-Channel-Retailing-Konzepten, d. h. dem Einsatz mehrerer Vertriebs- und Marketingkanäle zur Verbindung von stationärem und Online-Geschäft, die Zukunft. Die Erfahrung von Galeria Kaufhof: Multi Channel Retailing ist eigentlich ganz einfach. Aber: In seiner Umsetzung steckt eine enorme Komplexität.

Dr. Volker Lange, Ressortleiter Verpackungs- und Handelslogistik, Fraunhofer IML, schilderte Zwischenergebnisse des Forschungsprojekt „Urban Retail Logistics“, in dem gemeinsam mit Handelsunternehmen wie Metro, REWE, DOEGO, Landgard und Lekkerland Konzepte der zukünftigen Handels- und Versorgungslogistik in urbanen Regionen entwickelt werden. Er ist der festen Überzeugung: „Ohne Kooperation und nur mit heutigen Logistiklösungen wird es nicht mehr gehen.“

Was auf den ersten Blick angesichts verschärfter Rahmenbedingungen wie Umweltzonen, eingeschränkte Lieferzeitfenster in Innenstädten und Lärmschutzplanungen überraschte: Land, Kommunen, Handel und Logistik signalisierten auf dem Forum eine große Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Ministerialdirigentin Anne Katrin Bohle, Abteilungsleiterin Stadtentwicklung und Denkmalpflege im NRW-Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr, fasste dies so zusammen: „Wir stehen alle auf einer Seite.“

In seiner Begrüßung erinnerte zuvor Reinhard Schulz, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund, daran, dass Basis für eine zukunftsfähige Handelslogistik und somit Versorgung der Bürger die Sicherstellung einer leistungsfähigen Infrastruktur ist. Leider sei Nordrhein-Westfalen mit rd. 130 Mrd. Kfz.-km nicht nur Verkehrsland Nr. 1, sondern mit 60.000 von bundesweit 189.000 Staus im Jahr 2011 auch Stauland Nr. 1 in Deutschland. Dr. Christoph Kösters, Hauptgeschäftsführer des clustertragenden Verbandes Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen e. V. (VVWL), stellte zu Beginn die entscheidenden Fragen: Werden weitere stadtplanerische Eingriffe und verschärfte Auflagen (Stichworte: Umweltzonen, Zeitfenstervorgaben für Lieferverkehre, verschärfte Lärmschutzauflagen) die Erreichbarkeit der Handelsstandorte für die Transport-und Logistikdienstleister und die handelseigene Logistik maßgeblich erschweren? Passen schon in ein paar Jahren bestehende Logistikkonzepte nicht mehr und sind für die Zukunft neue Liefer- und Verteilersysteme vonnöten?

In der anschließenden Diskussionsrunde ging es um konkrete Hemmnisse in der urbanen Handelsver- und entsorgung sowie um Lösungsmöglichkeiten. Insbesondere die Rückkehr zu den kurzen Wegen für Innenstadtbewohner ziehe aber eine Atomisierung von Sendungsgrößen nach sich – eine große Herausforderung für die Lebensmittellogistik. Die Erreichbarkeit vieler Innenstädte in NRW werde derzeit durch einen Instandsetzungsstau behindert, was durch enge Lieferzeitfenster, die oft parallel zum Berufsverkehr liegen, noch verstärkt wird. Hinzu komme die mangelnde Akzeptanz in der Bevölkerung für eine Filialbelieferung vor 6 Uhr. Auch moderne Fahrzeuge könnten hier kaum Abhilfe schaffen, da meist der Umschlag das Lärmproblem darstelle. Eine Atomisierung von Sendungsgrößen wird jedoch auch durch den wachsenden Online-B2C- und -C2C-Handel hervorgerufen. Hier sind neue intelligente Bündelungskonzepte bei der Zustellung gefragt. Einigkeit bestand, dass bei der Lösung dieser Hemmnisse die Kommunen gefordert sind, in einen Dialog mit der Bevölkerung zu treten, um eine Grundlage für konstruktive Lösungen zu finden. Es diskutierten: Anne Katrin Bohle, Abteilungsleiterin Stadtentwicklung und Denkmalpflege im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW, Rainer Gallus, Geschäftsführer Handelsverband Nordrhein-Westfalen e. V., Andreas Gessner, Bereichsleiter Distributionslogistik Deichmann SE , Bernd Häger, Geschäftsführer Spedition Häger GmbH & Co. KG, Klaus Hamm, Leiter Logistik Galeria Kaufhof GmbH, Dr.-Ing. Ernst Kratzsch, Stadtbaurat Stadt Bochum, Mitglied der Ausschüsse für Bauen und Verkehr Städtetag Nordrhein-Westfalen und Deutscher Städtetag, Gerhard Kunkel, Betriebsleiter EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH.

Im Februar fanden turnusgemäß wieder einige unserer Branchenkreise statt. Mehr zu den Branchenkreisen finden Sie auf unserer Website unter www.logistik.nrw.de. Sie sehen hier jeweils eine kurze Beschreibung der Inhalte dieser „Arbeitsebene“ des Clusters sowie Hinweise für eine mögliche Teilnahme sowie einen Ansprechpartner. Soweit Branchenkreise auch weitere Papiere oder Unterlagen erstellt haben, sind diese ebenfalls hier enthalten. Aktiv sind „Logistikimmobilien und Flächen“, „Ernährungswirtschaft“ „Marketing“, „Personal“, „Handel“, „Schifffahrt und Häfen“, „Möbellogistik“, „Speditionssoftware und Telematik“, „Logistik-IT“ und „Grüne Logistik“. Am 13. Februar .2012 startete der Branchenkreis „ChemieLogistik.NRW“ mit einer konstituierenden Sitzung. Wenn Sie dazu mehr Informationen haben möchten, melden Sie sich einfach unter p.abelmann@sci.de. Wir streben auch nach wie vor die Gründung von weiteren neuen Kreisen mit anderen NRW-Landesclustern an.

Fachkräftemangel und unzureichende Qualität von Bewerbungen sowie Motivationserhalt und Qualifikationsbedarfe der vorhandenen Belegschaft sind nur einige Aspekte aus der Palette der Personalmanagementthemen, die viele Unternehmen angesichts anziehender Konjunktur beschäftigen. Das Modellprojekt „ipl-Intelligentes Personalmanagement für die Logistikbranche NRW“ setzt hier an und bietet praktische Unterstützung für Logistikunternehmen sowie Industriebetriebe mit eigenen Logistikbereichen.

Dazu bieten wir für Geschäftsführer, Personalverantwortliche, Führungskräfte und Multiplikatoren eine kostenfreie ipl-Lernwerkstatt an. Mit den Teilnehmern werden Strategien zum Personalmanagement entwickelt und Handlungsempfehlungen zu den Themen Arbeitsgestaltung, Personalentwicklung, Recruiting, Personalführung, Gesundheitsförderung und Wissensmanagement im demografischen Wandel erarbeitet. Die ipl-Lernwerkstatt fasst Inhalte komprimiert zusammen und trainiert anhand von Fallbeispielen aus der Logistik. Vermittelt werden: Basiswissen, Analyse-Instrumente und viel Praxiswissen.

Weitere Termine für ipl-Lernwerkstätten:

29.2.12, Wesel (RWE)
13.3.12, Dortmund (IHK Dortmund)
21.3.12, Mönchengladbach (WfMG)
23.3.12, Wuppertal (IHK Wuppertal)

Das ipl-Projekt wird in enger Kooperation mit der IHK Duisburg, Wirtschaftsförderung Duisburg, Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen e. V., Bildungswerk Verkehr Wirtschaft Logistik Nordrhein-Westfalen e. V. und LogistikCluster NRW durchgeführt und vom Land Nordrhein-Westfalen und dem Europäischen Sozialfonds gefördert. Umgesetzt wird es binnen zwei Jahren (bis Mai 2012) von der Unternehmensberatung Dr. Mortsiefer Management Consulting GmbH gemeinsam mit dem Institut für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund.

Wir laden Sie herzlich ein, von diesem kostenlosen Schulungsangebot Gebrauch zu machen. Bei Interesse bitten wir um Kontaktaufnahmen mit dem ipl-Projektbüro, Frau Anna Katsaros unter der Rufnummer 0221/2726980 oder katsaros@mortsiefer.de.

Am 29. Februar 2011 findet in Leverkusen das erste Branchenforum ChemieLogistik statt. Gemeinsam mit der Initiative ChemCologne und der Regionalgruppe Rhein der Bundesvereinigung Logistik soll mit diesem ersten Branchenforum eine Bestandsaufnahme zu diesem Thema durchgeführt werden.

Am 05. März 2012 findet in den Räumen der IHK Dortmund das Deutsch-Afrikanische Wirtschaftsforum Nordrhein-Westfalen statt. Unter dem Titel: Wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Afrika als Chance für deutsche Unternehmen, diskutieren Experten mit Ihnen über diese Region. Das LogistikCluster NRW ist Partner der Veranstaltung und moderiert ein Forum zum Themenbereich „Logistik“. Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Es wird eine Teilnahmegebühr von 50 Euro erhoben. Mehr Informationen finden Sie unter www.afrika-wirtschaftsforum-nrw.de oder HIER.

Vom 13. bis 15. März 2012 findet in Stuttgart wieder die diesjährige Messe logiMAT statt. Wie schon im vergangenen Jahr wird das LogistikCluster NRW erneut mit einem eigenen Stand dabei sein, um den Standort und die Mitglieder zu repräsentieren. Sie finden uns in Halle 1_EG Stand 921. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Am 17. April 2012 findet nachmittags in Neuss das zwischenzeitlich 4. Branchenforum LogistikImmobilien und -flächen statt. Schwerpunkt ist in diesem Jahr das Thema „Logistikflächen“. Das Programm ist noch in der Abstimmung, eine Anmeldung ist ab sofort unter p.abelmann@sci.de möglich.

Sie wollen kurzfristig über unsere Veranstaltungen informiert werden und dabei sein? Werden Sie Mitglied im LogistikCluster NRW. [mehr...]


Neue Mitglieder im Netzwerk

Im Februar konnten wir insgesamt 9 neue Mitglieder im LogistikCluster NRW bzw. dem clustertragenden LOG-IT Club e. V begrüßen. Der Aufbau unserer Community läuft damit auch im 2012 ohne Pause weiter. Wir stehen nun kurz vor unserem 200. Mitglied – nutzen Sie die Chance und seien Sie auch dabei. 
 
Das erste neue Mitglied im Februar ist die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve GmbH. Wir freuen uns, dass damit eine weitere wichtige Logistikregion den Weg ins Cluster gefunden hat.

Als zweites neues Mitglied konnten wir die Currenta GmbH & Co. OHG aus Leverkusen ins Cluster aufnehmen. Die Currenta ist Manager und Betreiber des CHEMPARK mit den Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen.

Ebenfalls aus dem Chemie-Umfeld kommt unser neues Mitglied Bayer Technology Services GmbH aus Leverkusen. Das Unternehmen bietet Beratung / Consulting / Engineering von Logistikprozessen in der Prozessindustrie, Logistik-IT und Planungssysteme.

Das vierte neue Mitglied dieser Woche ist die Imperial Reederei GmbH aus Duisburg. Die Imperial Reederei bietet Binnenschifffahrt inkl. Tank- und Trockenschifffahrt, Befrachtung und Küstenmotorschifffahrt.

Das fünfte neue Mitglied ist das Unternehmen Arlt Marketing aus Düsseldorf. Das Unternehmen bietet Beratung für Logistikunternehmen in den Bereichen Empfehlungsmarketing und Social Media.

Als sechstes Unternehmen begrüßen wir die Via Cargo Logistics GmbH aus Essen. Das Unternehmen ist vor allem im überregionalen Schienengüterverkehr tätig.

Ebenfalls aus dem Bereich der Bahn kommt unser neues Mitglied Rurtalbahn GmbH aus Düren. Das Unternehmen ist Eisenbahnverkehrsunternehmen und beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Güterverkehrszentrums.

Neu im Cluster ist auch das Unternehmen EAL Siegfried Erfurt aus Troisdorf. Das Unternehmen ist vor allem in den Bereichen Beratung und Interims-Management für Außenwirtschaft, Zoll und Logistik tätig.

Als neuntes Unternehmen ist die AsstrA Logistics AG mit der Niederlassung in Düsseldorf ins LogistikCluster NRW aufgenommen worden. Das Unternehmen ist im Bereich Logistik aktiv sowie mit Handelsdienstleistungen GUS beschäftigt.

Wir freuen uns sehr über diese neuen Mitglieder, die unser Cluster in interessanten Bereichen verstärken und erweitern. Weitere Informationen zu den im Cluster direkt organisierten Unternehmen finden Sie auch im Menüpunkt „Vorstellung der Mitglieder“ auf unserer Website.

Sind Sie schon Mitglied der Community? Ein entsprechendes Anmeldeformular sowie die Satzung des Vereins können Sie hier HIER herunterladen.


Thema des Monats

Verlust von Geld und Vertrauen – die Vertrauensschadenversicherung (VSV)

von Patricia Schneider

Hohe Inventurdifferenzen, fingierte Rechnungen, manipulierte Lieferscheine oder Gehaltskonten für fiktive Angestellte – nicht jede Idee eines intelligenten Mitarbeiters nutzt seinem Arbeitgeber. Manchmal gibt es aus dem Kreis vertrauter Kollegen böse Überraschungen, die nicht nur finanziellen Schaden verursachen.

Je nach Schadenhöhe haben wirtschaftskriminelle Handlungen von Mitarbeitern direkte Auswirkungen auf Liquidität und Kreditwürdigkeit des betroffenen Unternehmens, im Extremfall können solche Vermögensschäden sogar die Firmenexistenz gefährden. Dabei geht es nicht nur um spektakuläre Großschäden, sondern auch um die schleichende Gefahr bei so genannten Serienschäden, wenn ein Schadenstifter über Monate oder gar Jahre Gelder abzieht bzw. Waren unterschlägt. Und diese Gefahr nimmt zu: zwischen 2005 und 2009 haben sich die finanziellen Schäden durch Wirtschaftsdelikte bei Großunternehmen von durchschnittlich 1,47 Mio. EUR auf 4,29 Mio. EUR fast verdreifacht (PricewaterhouseCoopers, Studie September 2009). Doch auch kleinere Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern verlieren in Deutschland durchschnittlich etwa  650.000 EUR durch untreue Mitarbeiter, wie im Juni 2010 aus einer Erhebung des ACFE (Association of Certified Fraud Examiners, Texas) hervorgeht.

Verlorenes Vertrauen kann man nicht wiederherstellen, aber gegen den finanziellen Schaden gibt es ein Rezept: Die Vertrauensschadenversicherung ersetzt Vermögensschäden, die einem Unternehmen durch vorsätzliche, unerlaubte Handlungen seitens eigener Mitarbeiter entstehen (Diebstahl, Unterschlagung, Betrug, Untreue, Computerbetrug, rechtswidrige Eingriffe in die EDV u. Ä.). Neben der Absicherung dieses klassischen „Risikos von innen“ werden unterdessen Deckungserweiterungen angeboten, die in begrenztem Umfang Schäden durch außenstehende Dritte mit einbeziehen (Hackerschäden, Täuschungsschäden). Und es gibt natürlich besondere Klauseln, die Deckungen für spezielle Schadenszenarien bieten. Außerdem hat dieser Versicherungsschutz erfreuliche Nebenwirkungen: der Abschluss einer Vertrauensschadenversicherung ist eine aktive Risikominderung gemäß KonTraG und kann als vertrauensbildende Maßnahme gegenüber Kreditgebern manche Finanzierungslösung erleichtern.

Da sich der Markt für dieses Versicherungsprodukt gerade in den vergangenen 3 Jahren stark verändert hat und auch weiterhin in Bewegung ist, empfiehlt sich hier die Einschaltung eines Fachmaklers – gegen kreative Schadenstifter braucht man passgenaue Lösungen auf aktuellem Stand und mit allen notwendigen Besonderheiten!
Und damit kommen wir zu den speziellen Risiken in der Logistik-Branche: Zwischen den angestellten Mitarbeitern und den außenstehenden Dritten gibt es einen weiteren Personenkreis, der aber von den Versicherern nicht so gerne gesehen wird: Versicherungsschutz für Subunternehmer und deren Mitarbeiter wurde bisher nicht oder nur in sehr eingeschränktem Maße gewährt. Doch die Gefahren in diesem Bereich sind vielfältig: der Subunternehmer kann seinen Auftraggeber betrügen, die Mitarbeiter des Subunternehmers übernehmen häufig auch das Inkasso und werden dadurch in Versuchung geführt, Subunternehmer und deren Mitarbeiter können während ihrer Tätigkeit bei Kunden vorsätzlich Schäden verursachen, für die der Auftraggeber haftet.

Zumindest ein Anbieter im deutschen Markt ist seit Sommer 2011 mit seinen neuen Bedingungen für die Vertrauensschadenversicherung bereit, auch Subunternehmer und deren Mitarbeiter in die Deckung einzuschließen, wenn das auftraggebende Unternehmen selbst eine VSV-Police für die eigenen Mitarbeiter abschließt, d. h. eine Ausweitung des versicherbaren Personenkreises auf Subunternehmer ist unterdessen möglich.

Allerdings wird auch nach einer separaten Lösung gefragt, falls nur die Subunternehmer und deren Mitarbeiter während ihrer Tätigkeit, z. B. für eine auftraggebende Spedition, versichert werden sollen. Das Clustermitglied Aon Credit International hat ein Vertragsmodell entwickelt, mit dem das auftraggebende Unternehmen folgende Schadenszenarien absichern kann:

  • Subunternehmer selbst schädigen ihren Auftraggeber,
  • Mitarbeiter der Subunternehmer schädigen bei ihrer Tätigkeit für den Auftraggeber den Subunternehmer, der dafür gegenüber seinem Auftraggeber haftet,
  • Dritten (z. B. Kunden einer Spedition) werden durch Subunternehmer oder deren Mitarbeiter Schäden zugefügt, für die der Auftraggeber haftet.

Mit einer klaren Struktur nach dem Baukastenprinzip ist es möglich, innerhalb dieses Rahmenvertrages pro Subunternehmer angemessene Versicherungssummen festzulegen und dafür die entsprechende Prämien anteilig an den Subunternehmer weiter zu belasten. Die Entschädigungsansprüche aus dem Vertrag stehen nur dem Auftraggeber zu.
Mit diesem Modell zur separaten Absicherung des „Risikos Subunternehmer“ wird eine preislich attraktive Möglichkeit angeboten, auch die Haftung der Subunternehmer selbst zu mindern. Damit ist ein Logistik-Unternehmen in der Lage, sich als Auftraggeber interessant zu machen und Subunternehmer an sich zu binden.

Kontakt:
Aon Credit International Insurance Broker GmbH, Patricia Schneider, Tel.: 040 3605 3379, E-Mail: patricia.schneider@aon-credit.de 

Die Vollauswertung des NRW.LOGISTIKINDEX sowie eine monatliche Klimakurve erhalten die Mitglieder des LogistikClusters NRW. Hier können Sie Mitglied werden. [mehr...]


Termine

05. März 2012

Deutsch-Afrikanisches Wirtschaftsforum [

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„Gute Nachrichten“ von Mitgliedern des LogistikClusters NRW

duisport verzeichnet 2011 Rekord beim Containerumschlag

Duisburg. Der Gesamtgüterumschlag in den Duisburger Häfen wuchs 2011 um 10% auf 125,6 Mio. Tonnen (Vorjahr: 114 Mio. Tonnen). Dabei erzielte duisport mit 64 Mio. Tonnen eine neue Bestmarke. Das Wachstum gegenüber 2010 betrug 10 Mio. Tonnen bzw. 18%. Der Containerumschlag stieg auf 2,5 Mio. TEU, ein Wachstum von 10% gegenüber dem Vorjahr. Damit wurde das Vorkrisenniveau um 20% übertroffen.

Maßgebliche Wachstumstreiber waren neben dem Containerumschlag insbesondere Kohle, Mineralöle und chemische Erzeugnisse. So konnte allein die duisport-Gruppe beim Kohleumschlag ein Plus von 42% auf fast 9 Mio. Tonnen verbuchen. Auch der Eisen- und Stahlumschlag erhöhte sich 2011 signifikant zweistellig.

Vom Gesamtumschlag entfielen 51 Mio. Tonnen (Vorjahr: 49) auf den Umschlag per Schiff und 28 Mio. Tonnen (Vorjahr: 27) auf den Bahnumschlag.

„Natürlich freuen wir uns über die sehr guten Umschlagszahlen und die dynamische Entwicklung des Standortes in den vergangenen Jahren“, sagt Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG. „Die erkennbare Abschwächung der Weltwirtschaft wird es allerdings schwieriger machen, dieses hohe Niveau zu bestätigen“, sagt er weiter.


NEWS von Mitgliedern des LogistikCluster NRW

Strategische Neuausrichtung bei Lehnkering

Duisburg. Im Zuge der Übernahme durch die Imperial-Gruppe wurde für Teile der Lehnkering-Gruppe eine strategische Neuausrichtung beschlossen. Gerhard Riemann, CEO Imperial Logistics International B. V. & Co. KG sowie CEO der Lehnkering Holding GmbH in Personalunion: „Diese Umstrukturierungen sind darauf ausgerichtet, die Kernkompetenzen des Gesamtunternehmens weiter zu stärken sowie das Dienstleistungsportfolio von Imperial und Lehnkering aufeinander abzustimmen. Damit wollen wir die gemeinsame Branchenpräsenz in Europa weiter ausbauen und unsere Kunden schnellstmöglich von den neuen Möglichkeiten im Markt profitieren lassen.“

Wackler setzte active logistics Finanzbuchhaltungslösung ein

Herdecke. Die Spedition Wackler arbeitet mit der Finanzbuchhaltungs-Lösung active finance von active logistics und profitiert von beschleunigten Prozessen und einheitlichen Daten. An Schwarz kommt niemand vorbei. Das gilt zumindest für die Bürger aus Göppingen und Umgebung. Zu den Firmen der Schwarz-Gruppe zählt nämlich auch die dort beheimatete DU-Firmengruppe, die sich unter anderem um das Verwerten sämtlicher Haushaltsabfälle zwischen Altöl und Zeitungspapier kümmert.

Fiege wird von Claas als „Supplier of the Year“ ausgezeichnet

Greven. Mit der Ernennung zum „Supplier of the Year" im Bereich Logistik zeichnete das führende Agrartechnikunternehmen CLAAS KGaA mbH die Logistikkompetenz von Fiege bei seinem 8. Lieferantentag vor rund 600 Teilnehmern in Harsewinkel aus. Damit gelang Fiege quasi „aus dem Stand" der Sprung an die Spitze der Logistikdienstleister von CLAAS. Seit Mitte 2010 verantwortet der Grevener Kontraktlogistikspezialist Fiege in der Niederlassung Greven-Reckenfeld die Lagerung und Veredelung der Motoren sowie die Just-In-Sequence (JIS)-Belieferung der Produktion in Harsewinkel.

w3/wms – Next generation warehousing

Dortmund. w3logistics bietet mit w3/wms eine moderne Warehouse Management Suite. Diese integriert alle notwendigen Komponenten zur Steuerung eine Lagers zu einer völlig neuen Generation von Software.

DHL Global Forwarding baut den Standort Köln aus.

Köln. DHL Global Forwarding, die See- und Luftfrachttochter von Deutsche Post DHL wird ihrer Kölner Niederlassung ausbauen und dazu von Köln-Porz vermutlich in die Nähe des Köln/Bonner-Flughafens umziehen. „Wir wollen weiter wachsen und planen daher eine Erweiterung“, bestätigten Thomas Klein und Reinhold Hilleke, Leiter der Luft- und Seefrachtspartner der Spedition in der Kölner Niederlassung.

DPD befördert Pakete bald klimaneutral

Marl. Der internationale Paket- und Expressdienstleister DPD wird ab Juli 2012 als erstes und einziges Unternehmen in der Branche der Kurier-, Express- und Paketdienste alle Pakete CO2-neutral versenden – ohne dafür einen Aufpreis zu verlangen. Total Zero heißt das Prinzip der freiwilligen Selbstverpflichtung zum CO2-neutralen Versand, das in den fünf wichtigsten Märkten von DPD eingeführt wird: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Belux.

Hafenehe am Rhein erhält Segen der Kartellwächter

Neuss/Düsseldorf/Köln. Das Bundeskartellamt hat die geplante Kooperation der Häfen Neuss-Düsseldorf (NDH) und Köln (HGK) genehmigt. Damit können die Arbeiten zur Übertragung der Geschäfte der Häfen und des Eisenbahnverkehrs auf die neue Gesellschaft RheinCargo voraussichtlich bis Mitte dieses Jahres abgeschlossen werden.

Dienst an der Kühltruhe

Bottrop. Auf dem 47.000 m² großen Areal der Spedition Rottbeck dreht sich einiges um die mit dem roten Langnese-Herz beklebten Kühlgeräte. Neben der Lagerung findet in der 1.800 m² großen Werkstatt das so genannte Refurbishment statt: das Aufbereiten gebrauchter Truhen.

Studie: Die TOP 100 der Logistik-IT

Dortmund. Die Logistik-IT der Zukunft ist individuell, wandelbar, standardisiert und über mobile Endgeräte nutzbar. Zu diesem Ergebnis kommt die Ende Januar erschienene Studie „IT in der Logistik – Trends des Logistik-IT-Marktes auf einen Blick“, die im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik e. V. (BVL), Bremen, vom Dortmunder Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML erstellt wurde. Die Untersuchung gibt einen detaillierten Überblick über die aktuelle und zu erwartende Marktsituation der Logistik-IT und skizziert die maßgeblichen Softwaretrends. Wesentlicher Bestandteil ist ein Ranking der 100 umsatzstärksten Logistik-IT-Anbieter im deutschsprachigen Markt sowie deren Leistungsportfolio.


Logistik-NEWS aus Nordrhein-Westfalen

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TNT Express führt PharmaSafe ein

Troisdorf. TNT Express führt mit PharmaSafe einen Spezialservice für den zuverlässigen temperaturüberwachten Transport von pharmazeutischen Produkten wie Medikamenten, Impfstoffen und Insulin ein. [mehr]

Night Star Express-Gesellschafter Zufall übernimmt weiteres Gebiet

Unna. Mit Wirkung zum 1. März 2012 übernimmt der Night Star Express-Gesellschafter Friedrich Zufall GmbH & Co. KG das Gebiet des bisherigen Partners Kühne + Nagel (AG & Co.) KG rund um die Ruhrmetropolen Dortmund und Hagen. [mehr]

Gummibärchen brauchen neues Logistikzentrum

Bonn. Haribo will ein neues automatisches Hochregallager bauen. Geplant sind 11.400 Palettenstellplätze. Im Gespräch sind nach einem Pressebericht vier Gemeinden im Umkreis des Firmensitzes Bonn. Ob Swisslog wieder die Intralogistik liefert, ist offen. [mehr]

Intralogistiker LKE Group nimmt neue Branchen ins Visier

Marl. Die LKE Group übernimmt den Spezialanbieter Schneider Leichtbau. Die Westfalen wollen damit Synergien ausschöpfen und in neuen Branchen Aufträge ergattern. [mehr]

Music Store zieht mit TGW alle Register der Logistik

Köln. Eine riesige Auswahl an Instrumenten und Zubehör zieht mehr und mehr Musiker zu Music Store in die Kölner Innenstadt oder auf www.musicstore.com. [mehr]

Übernahmeappetit in der Logistikbranche

Düsseldorf. Die Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG kommt zu dem Ergebnis, dass sich Finanzinvestoren in den vergangenen Jahren zunehmend im Transportbereich engagieren. [mehr]

Studie: Die TOP 100 der Logistik-IT

Dortmund. Die Logistik-IT der Zukunft ist individuell, wandelbar, standardisiert und über mobile Endgeräte nutzbar. [mehr]

Dortmund wird ECT-Partner

Dortmund. Die Container Terminal Dortmund GmbH (CTD), ist das neunte "extended gate" im europäischen Containernetzwerk von Europe Container Terminals B.V. (ECT), das unter dem Namen „European Gateway Services“ im Markt angeboten wird. [mehr]


Quellenverzeichnis

 

Aero International    

Berufs Kraftfahrer Zeitung   

Der Fernfahrer    

Deutsche Verkehrszeitung   

dhf-magazine     

Euro Cargo     

Fischers Gütertransport Nachrichten 

Fracht + Materialfluss   

Frachtdienst     

Gefahrgut Profi    

Güterverkehr     

Handelsblatt     

Ident      

Internationales Verkehrswesen  

Internet Securities Businesswire  

Internationale Transport Zeitschrift  

Schifffahrt und Technik   

KFZ-Anzeiger     

KEP-aktuell     

Logistik für Unternehmen   

Logistik Heute     

Logistik Inside     

Maschinenmarkt    

RFID-Forum     

Trans Aktuell     

Verkehrs Rundschau    

Verkehrsblatt 


Impressum

LOGISTIK.NEWS NRW wird vom LOG-IT Club e.V. erstellt und herausgegeben. Bei Fragen oder Anregungen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen erhalten Sie von den unten genannten Partnern oder im Internet unter www.logistik.nrw.de

LOG-IT-Club e.V

Geschäftsstelle

Peter Abelmann

Vor den Siebenburgen 2

50676 Köln

Tel.: 0221 - 931 78-11

Fax: 0221 - 931 78-78

E-Mail: p.abelmann@sci.de 

Internet: www.sci.de

 

Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen e.V. (VVWL)

Dr. Christoph Kösters

Hauptgeschäftsführer

Tel.: 0251 - 6061-410

Fax: 0251 - 6061-414

E-Mail: verband@vvwl.de

Internet: www.vvwl-transport.de


Verantwortlich für LOGISTIK.NEWS NRW:

LOG-IT Club e.V.

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44147 Dortmund 

Tel.: 0231 - 5417-193

Fax: 0231 - 5417-387

Aktiv unterstützt wird das Logistikcluster von der Europäischen Union und der Landesregierung NRW.

Alle Angaben bzw. Aussagen sind sorgfältig recherchiert, für die Richtigkeit wird jedoch keine Gewähr übernommen. Gültig sind ausschließlich die Aussagen der vollständigen Artikel der vorstehend angegebenen Quellen.

Die Vervielfältigung von Informationen oder Daten, insbesondere die Verwendung von Texten oder Textteilen, bedarf der vorherigen Zustimmung des Logistikcluster NRW.

Herausgegeben am 29.02.2012

Die nächsten LOGISTIK.NEWS NRW werden voraussichtlich am 30.03.2012 erscheinen.

Gerne veröffentlichen wir die Pressemitteilungen unserer Mitglieder. Falls Sie eine entsprechende Meldung haben, können Sie sich direkt an uns wenden. Auch interessante Fachartikel aus Ihrem Hause können wir in der Rubrik „Thema des Monats“ unterbringen.

 

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