Über Logistik.NEWS NRW

Für die Logistik in Nordrhein-Westfalen war der Mai 2014 ein ganz besonderer Monat. So begann der Mai mit einer Rundreise des Hamburger Wirtschaftssenators Horch und unseres Wirtschaftsministers Duin durch den Logistikstandort NRW. Doch damit nicht genug, am Dienstag besuchte das Niederländische Königspaar das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik in Dortmund. Mehr zu diesen Events wie auch unseren eigenen Veranstaltungen im letzten Monat finden Sie in unserer Rubrik „Aktivitäten“. Auch in diesem Monat finden Sie in den Logistik.NEWS NRW wieder unsere „Gute Nachricht des Monats“. Als Thema des Monats haben wir einen Artikel der Entwicklungsgesellschaft Wirtschaft des Kreises Wesel der die Frage stellt: Ist die Nachnutzung von Brachflächen der Königsweg für die Landesplanung? Auch im Mai konnten wir wieder neue Mitglieder im LogistikCluster NRW begrüßen.

Der Aufbau unserer Logistik-Community läuft ohne Pause weiter. In der Zwischenzeit hat das LogistikCluster NRW fast 250 Mitglieder. Nutzen Sie die Chance und seien auch Sie in dem dynamischsten Logistik-Netzwerk in Deutschland dabei. Die im April in das LogistikCluster NRW neu eingetretenen Mitglieder stellen wir Ihnen in einer eigenen Rubrik des Newsletters vor.  Wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit im Cluster haben, wenden Sie sich einfach an Herrn Peter Abelmann unter p.abelmann@sci.de. Wir versorgen Sie dann mit weiteren Informationen.

Der Newsletter „Logistik.NEWS NRW“ ist für jedermann kostenlos, allerdings erhalten die Mitglieder des Netzwerks weitergehende Informationen zu den einzelnen News. Die Rubrik „News von Mitgliedern des LogistikCluster NRW“ ist für Pressemitteilungen und Nachrichten der Clustermitglieder reserviert. In der Rubrik „Logistik-NEWS aus Nordrhein-Westfalen“ finden Sie die wichtigsten Meldungen zu Unternehmen aus NRW, zu Neuansiedlungen oder zur Verkehrspolitik.

Der nächste reguläre Newsletter erscheint voraussichtlich am 30. Juni 2014.


Aktivitäten

Am 05.05.14 fand in Dortmund das BranchenForum StahlLogistik statt. Unter dem Titel: „Schnittstelleneffizienz und Innovationen – Gemeinsame Heilsbringer in der Stahllogistik?“ trafen sich über 80 Entscheidungsträger aus der Branche für den Austausch von wichtigen strategischen Themen für den Stahltransport, die Stahllogistik und die Stahlmärkte.

In der Vortragsrunde des Vormittags diskutierten Fachleute unter der Moderation von VerkehrsRundschau-Redakteur Michael Cordes die Herausforderungen der Stahlmärkte und mögliche Effizienzgewinne durch ein besseres Schnittstellenmanagement.

Als Einstieg in die Diskussion gab Dr. Martin Theuringer, Leiter Geschäftsfeld Wirtschaft und Märkte, Wirtschaftsvereinigung Stahl einen Ausblick auf die Stahlkonjunktur 2014/2015. Erfreulicherweise trage die Eurozone wieder zum globalen Wachstum bei, allerdings würden erhebliche Risiken die Erwartungen dämpfen. So seien beispielsweise die Kreditvergaben in China und die währungsbedingten Kapitalabflüsse in Schwellenländern immer noch auf sehr hohem Niveau. Insbesondere die Krise zwischen Russland und der Ukraine würde verstärkt auf die Erwartungen drücken, da in diesen Ländern jährlich rund 100 Mio. t Rohstahl produziert werden. Generell verharrten die weltweiten Rohstahlkapazitäten mit 80 % weiterhin auf einem unterdurchschnittlichen Auslastungsgrad. „In der Europäischen Union ist mehr als eine leichte Erholung nicht drin“, prognostizierte Dr. Theuringer. Deutschland glänze zwar mit einem kräftigen Wachstum, Spanien und Italien lägen aber sehr weit zurück. In diesem Jahr werde Deutschland voraussichtlich eine Rohstahlproduktion von 43 Mio. t erreichen. Zwar würde das 1. Quartal bereits ein Plus von 4 % aufweisen und die Lagerergänzung nach sehr niedrigem Bestandsniveau noch ausstehen, dennoch würde ein vorsichtiges Agieren das Gesamtbild bestimmen. Jetzt sei es wichtig, dass keine weiteren Liberalisierungsschritte für außereuropäische Anbieter folgen. „Die Attraktivität des deutschen Stahlmarktes ist einzigartig, darum wollen sich viele in die deutsche Wertschöpfungskette einbringen. Unfaire Drittlandeinfuhren dürfen die weiteren Konsolidierungsschritte jetzt nicht gefährden“, mahnte Dr. Theuringer. Mit Blick auf das Gesetzgebungsverfahren bei der EEG-Umlage forderte er, die alten Regelungen für die Stahlwirtschaft beizubehalten, da weitere Belastungen für die heimische Stahlwirtschaft im harten Preiskampf nicht umsetzbar wären.

Ein Impulsreferat hielt Prof. Dr. Paul Wittenbrink von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und Partner der hwh Gesellschaft für Transport- und Unternehmensberatung mbH zum Thema „Schnittstelle Rampe – auch ein Thema für die Stahllogistik?“. Als Autor des vom BMVBS in Auftrag gegebenen Gutachtens zur Vermeidung von Wartezeiten zeigte er dem Auditorium zahlreiche Problemfelder bei der An- und Ablieferung sowie gute Lösungsansätze auf. Besonders bei Handelslagern lägen die Wartezeiten bei zwei Dritteln der untersuchten Fälle immer noch über einer Stunde, rund jeder fünfte Lkw wartet über zwei Stunden. Hauptursächlich seien insbesondere Informationsdefizite und unklare vertragliche Beziehungen sowie Kapazitätsengpässe. Größtes Lösungspotenzial sieht er bei einer Ausweitung der Rampenöffnungszeiten und der verstärkten Einführung von Expressrampen vorrangig für Kleinanlieferungen. „Es geht nicht darum, Wellness-Oasen für die Fahrer zu schaffen – davon sind wir weit entfernt. Wir brauchen aber – insbesondere im sozialen Bereich – klar definierte Mindeststandards“, folgerte Prof. Wittenbrink.

In einem weiteren Impulsreferat zum Thema „Stahl- und multimodale Schnittstellen“ beschrieb Hartmut Wolberg, Geschäftsführer der J. MÜLLER Breakbulk Terminal GmbH & Co.KG weitere Effizienzpotenziale am Beispiel des Seehafens Brake, über den rund ein Drittel des deutschen Stahlexports stattfindet. Probleme bereite für alle Beteiligten die Volatilität des Marktumfeldes, die zu diskontinuierlichem Arbeitsaufkommen und zu geringer Planbarkeit und damit zu hohen Vorhaltekosten von Personal und Equipment führe. Gute Erfahrungen konnte er mit dem Referenzmodell Niedersachsenkai nachweisen: Kundenoptimierte „Hardware“ bei Kranen, Flurfördergeräten und Geschirre, qualifiziertem Personal und nicht zuletzt individuelle Kundenschnittstellen zu hochverfügbaren Datensystemen ermöglichten eine hohe Transparenz der gesamten Lieferkette. Dadurch könnten Leerläufe vermieden und Stillstandszeiten drastisch verringert werden. Entscheidend für die Optimierung ist die Kommunikation: „Die Synchronisierung und permanente Abstimmung aller Prozessbeteiligten ist erfolgskritisch. Wir bieten in der Schnittstelle Hafen vielfältige Möglichkeiten der Optimierung hinsichtlich Kosten, Service und Qualität“, gab er bekannt.

In der anschließenden Podiumsdiskussion lag der Fokus bei der Schnittstelle Rampe. Thorsten Brand, Geschäftsführer der Arcelor Mittal Duisburg GmbH, erläuterte die Grenzen der Schnittstellenoptimierung: „Wegen Lärmschutzauflagen muss bei uns alles zwischen 6.00 Uhr und 22.00 Uhr passieren und durch die Verkehrssituation im Ruhrgebiet können wir nur first come/first serve anbieten.“ Für die eigenen Bedarfe seien bislang Zeitfenster-Managementsysteme nicht vorteilhaft. Ludwig Felser, Geschäftsführer der Arcelor Mittal Distribution GmbH führte weiter aus, dass insbesondere unangemeldete Fahrer die Planung auch für angemeldete Lkw durcheinander bringen würden. Joachim Schürings, Teamkoordinator Einkauf und Logistik der TKS Steel Europe AG betonte, dass durch die Einführung von Zeitfenstern an den Ladestellen mit überwiegendem Lkw-Anteil bedeutende Verbesserungen erzielt werden konnten: „Rückstaus bis hinaus in den öffentlichen Straßenraum gehören seitdem der Vergangenheit an.“ Kritisch bewertete Joachim Kersten, Niederlassungsleiter Westfalen der Rhenus AG & Co.KG das Zeitfenstermanagement vieler Verlader und Empfänger: „Oft werden über Malus-Regelungen nur Frachten reduziert, und manche Kollegen blockieren ganze Tage, um dann einzelne Slots zu stornieren, wenn die genaue Ankunftszeit bekannt wird.“ Solche Probleme würden bei TKS unterbunden, antwortete Schürings. Zwar befinde sich das Unternehmen gerade in einer intensiven Diskussion über die Kostenbeteiligung der Logistiker am Zeitfenstermanagement, Ziel sei aber ausdrücklich eine Win/Win-Situation. Letztendlich sei das über viele Jahre gewachsene Thema „Standzeiten“ nicht in wenigen Monaten zu lösen. Aus den Reihen der anwesenden Logistiker kam deutliche Kritik am Zeitfenstermanagement, da aufgrund der Verkehrssituation die genaue Ankunftszeit zwei Tage im Voraus mehr erahnt als geplant werden könne. Per Saldo käme so mehr Belastung auf die Unternehmen zu. Prof Wittenbrink bestätigte diese Beobachtung: „Viele Unternehmen beschäftigen mittlerweile Disponenten, die sich ausschließlich um das Zeitfenstermanagement kümmern. Dabei sind starre Fenster heute nicht mehr zeitgemäß. Semivariable Slots, die einen größeren Ankunftszeitraum ermöglichen, seien eine denkbare Alternative. „Flexibilität bedeutet für den Logistiker oftmals höhere Kosten. Die Optimierung nutzt hauptsächlich dem Verlader“, schloss sich auch Kersten der Kritik an.

Nach einer Stärkung mit reichlich Gelegenheit zum Netzwerken beleuchteten die Diskutanten die möglichen Effizienzpotentiale durch Innovation beim Nutzfahrzeug und im Umschlag. Willi Moraru, Geschäftsführender Gesellschafter der WIMO Hebetechnik GmbH, nach eigener Aussage Weltmarktführer bei der Hebetechnik für Stahlprodukte, berichtete über Perspektiven und Trends in der Materialflusstechnik. Aufgrund zunehmender Automatisierung reagierten Kunden mittlerweile empfindlicher auf Schäden. Coilhaken und Magnete würden – nicht zuletzt auch wegen der Unfallgefahr – immer häufiger gegen Coilzangen ausgetauscht. Langfristig gehe der Trend „weg von Seil und Lastketten hin zu modernen Techniken bis hin zur Automatisierung“. Moraru zeigte hierzu auch neue Entwicklungen seines Hauses. Besonders legte er den Zuhörern nahe, bei Lastaufnahmemitteln nach EN 13155 darauf zu achten, dass diese spätestens nach 20.000 Lastspielen ausgetauscht werden müssten; dies sei versicherungstechnisch besonders relevant. Er riet, bei der Bestellung auf Lastaufnahmemittel nach der neuen EN 13001 zu bestehen, da diese wesentlich langlebiger seien.

Josef Kellerer, Senior Manager Product Marketing der MAN Truck & Bus AG stellte die Perspektiven und Trends in der Nutzfahrzeug-Technologie vor. Hybride seien auch beim Nutzfahrzeug auf dem Vormarsch, ein vollelektrisches Fahren sei im 40-Tonnen-Bereich aber auf mittlere Sicht nicht denkbar. „Grund sind die hohen Batteriegewichte, die die Kosten zu hoch treiben. Für eine Reichweite von 150 km bräuchten wir 1,7 Tonnen Batterien – für 750 Kilometer glatte 15 Tonnen“, begründet Kellerer, warum in den nächsten 15 Jahren Dieselmotoren im schwereren Bereich dominant bleiben würden. Da der Dieselpreis im Jahr 2030 allen Prognosen nach um zwei Euro pro Liter liegen werde, müsse intensiv an der Effizienz gearbeitet werden. Neben aerodynamischen Maßnahmen stellte Kellerer auch Fahrversuche mit elektronischer Deichsel vor, bei dem sich Fahrzeuge zu einem nah auffahrenden, windschnittigen Konvoi koppelten. Aufgrund des steigenden Sicherheitsbedürfnisses stünden auch im Bereich der aktiven und passiven Sicherheitssysteme Innovationen an, wie beispielsweise Spurwechsel- und Abbiegeassistenten sowie Bird-View, wobei vier Kameras ein Luftbild von bis zu sieben Metern um den Lkw herum darstellen.

Perspektiven und Trends in der Auflieger-Technologie war das Thema von Bernd Thiede, Product Manager der Schmitz Cargobull AG. Neben aerodynamischen Verbesserungen und automatisierten Reifendruckkontrollen, die sich positiv auf den Spritverbrauch auswirken, arbeitete Schmitz Cargobull intensiv an der Senkung der Lifecycle Costs. Moderner Oberflächenschutz, neue Fügetechnik und ein modulares Bausystem, welches schnelle Reparaturen und Umbauten ermögliche, seien wichtige Entwicklungsschritte zur Senkung der Werkstattkosten. Auch bei Finanzierung und Full-Service-Angebot sei eine kundenfreundliche Entwicklung erkennbar. Zusätzlich seien beim Einbau moderner Telematiklösungen und einem geschwindigkeitsoptimierten Ladungssicherungssystem klare Kostenvorteile vorhanden.

In der anschließenden Podiumsdiskussion mahnte Stefan Windgätter, Geschäftsführer der Windgätter und Sohn GmbH sowie Vorsitzender des Fachausschusses Stahl im VVWL NRW e.V., aerodynamische Entwicklungen nicht zu hoch zu bewerten - schließlich würden diese ihr Potenzial erst bei Höchstgeschwindigkeit voll entfalten. Besser sei es, statt Windleitkörpern zwei zusätzliche Palettenstellplätze zuzulassen. Besonders wichtig war Windgätter das Thema Treibstoffeffizienz. „Unsere Fahrer sind optimal geschult und fahren spritsparend, hier ist nicht mehr viel Potenzial zu heben. Politisch ist der Druck für die Nutzfahrzeughersteller bei der CO2-Reduktion aus dem Kessel – entwickeln die Hersteller trotzdem in dieser Richtung?“, wollte er von seinen Mitdiskutanten wissen. „Allein aus Wettbewerbsgründen müssen wir das tun. Alles, was für unsere Kunden Nutzen und Einsparpotenzial hat, wird auch auf den Markt kommen“, antwortete Wil Helmes, Produktplaner von DAF Trucks N.V. Dabei ging er von einer möglichen Dieselersparnis durch Fahrstil, Motoren- und Antriebsentwicklung, alternativen Treibstoffen und Aerodynamik von 20 % in den kommenden fünf bis zehn Jahren aus. Auch in puncto Langlebigkeit und Gewichtsoptimierung seien noch einige Prozentpunkte zu gewinnen. Leider seien Fahrerhäuser aus Kevlar oder Aluminium wegen der hohen Baukosten und der Reparaturunfreundlichkeit noch keine Alternative. Kellerer pflichtete ihm bei und setzte kurzfristig auf GPS-Tempomaten und andere Assistenzsysteme. Thiede betonte die Wichtigkeit der Gewichtsreduktion: „Unsere Auflieger sind in der Vergangenheit immer leichter geworden und werden auch in Zukunft immer leichter werden.“

Dr. Kösters verdeutlichte in seinem Schlusswort, dass man das Thema Effizienzsteigerung nicht überfordern soll. Effizienzsteigerungen als Hauptausgleich für Sonderentwicklungen großen Ausmaßes einsetzen zu wollen wäre eine solche Überforderung. Effizienz lässt sich am Besten in kontinuierlichen Prozessen und Abläufen steigern. Dann hätte man auch nachhaltige Effekte und nicht nur „Strohfeuer“ bis zur nächsten Sonderentwicklung. „Die Transport- und Logistikdienstleister haben bereits durch hohe Flexibilität und Kundenorientierung, aber auch durch die Kosten-Optimierungen der vergangenen Jahre große Beiträge geleistet“, gab er den Entscheidern der Stahlwirtschaft mit auf den Weg.

 

Am 06.05.2014 fand in Bocholt bei unserem Mitglied Logata wieder der ClusterTreff Logistik.NRW statt. Der ClusterTreff ist unsere zentrale Networking-Veranstaltung im LogistikCluster NRW. Dabei geht es vor allem darum die Mitglieder miteinander in Kontakt zu bringen. Wir hatten im Mai die Möglichkeit, das Open Innovation Center (OIC) der Logata zu nutzen und haben dort insbesondere die Logistics Mall der Logata vorgestellt bekommen.

Der Ablauf des ClusterTreffs folgt immer einer einheitlichen Struktur. Nach dem Eintreffen der Gäste und einer kurzen Vorstellungsrunde stellt sich das ausrichtende Mitglied vor und ermöglicht einen praktischen Einblick in seine Arbeit. Dann können sich zwei weitere Mitglieder in kurzen 10-minütigen Präsentation vorstellen. Anschließend folgt noch ein halbstündiger Fachvortrag. Dann ist Gelegenheit für eine kleine Stärkung, Austausch und Diskussion.

In Bocholt präsentierte uns Wendelin Knuf von der Wirtschaftsförderung Stadt Bocholt in einem Fachvortrag den Logistikstandort Bocholt (Gewinner unseres Wettbewerbes Logistikstandort des Jahres 2009), die 10-Minuten-Präsentationen kamen von den Mitgliedern LOG GmbH und SATO Germany GmbH.

Am 8.Mai 2014 besuchten NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin und Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch verschiedene Logistikstandorte im Ruhrgebiet. Das LogistikCluster NRW organisierte die Besuchstour um die Zusammenarbeit der wichtigen europäischen Logistikdrehkreuze NRW und Hamburg zu vertiefen. Aus diesem Grund wurden bedeutende Standorte für die Logistikbranche in NRW besucht. Die Tour führte vom Duisburger Hafen, der mit seinen Güterumschlag von 123 Millionen t. (2013) als weltgrößter Binnenhafen gilt, über die 18 Hektar große Logistikfläche am „Zukunftsstandort Ewald“ in Herten bis zum Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik in Dortmund (IML), dem führenden Forschungsinstitut für das Thema.

„Nordrhein-Westfalen ist mit seiner zentralen Lage das bedeutendste Logistik-Drehkreuz in Europa. Unsere hervorragende Infrastruktur, das geballte Know-how und eine ausgezeichnete Forschungs- und Hochschullandschaft zieht Unternehmen und Investoren an, die in Europa einen Standort aufbauen oder erweitern wollen. Die boomende Logistik eröffnet Chancen gerade da, wo sich andere Nutzungen zurückziehen“, so Wirtschaftsminister Duin. „Als zwei der besten Standorte in Deutschland und Europa ‎sind NRW und Hamburg noch zu selten gemeinsam unterwegs. Wir wollen die Potenziale nutzen: Logistik und Industrie sind ideale Anknüpfungspunkte, um unsere Zusammenarbeit zu vertiefen“, sagte Duin. Weitere gemeinsame Termine sind in Planung.

Am 20. Mai 2014 fand in Münster bei unserem Partner Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW e.V. der „Workshop Lagerverwaltungssoftware für KMU“ statt. Für den effizienten Einsatz des Fuhrparks und die Unternehmenssteuerung wird in vielen Unternehmen bereits Software eingesetzt. Doch wie sieht es im Lagerbereich aus? Für die Verwaltung des Lagers wird in vielen Unternehmen noch manuell auf Papier gearbeitet oder Excel genutzt. Hier sind noch Ansatzpunkte, um die Lagerfläche effizienter zu nutzen, Zeitvorteile bei der Ein- und Auslagerung zu gewinnen und somit Kosten zu minimieren. Der Workshop vermittelte Grundlagen dieser IT-Sparte in der Logistik.

Am 21. Mai 2014 fand in den Räumen der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve zum 6. Mal das BranchenForum SchifffahrtHafenLogistik.NRW  statt, dieses Jahr mit dem Titel „Die Maritime Logistik stärken - Erfolgsfaktor Nachhaltigkeit?“. Über 100 Teilnehmer aus Politik, Verwaltung, aus der Schifffahrts-und Logistikwirtschaft, aus Industrie, Handel sowie aus Verbänden und den IHKen verdeutlichten, dass sich das Thema Nachhaltigkeit in den vergangenen Jahren von einem Trendschlagwort zu einem zentralen Leitgedanken entwickelt hat:

Der Hauptredner der Veranstaltung Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW beleuchtete das Thema aus umweltpolitischer Sicht. Er machte deutlich, dass in seinem Haus in Bezug auf die Nachhaltigkeit in erster Linie die ökologischen Aspekte im Vordergrund stehen. Die ökonomische Entwicklung schreite voran, aber die Umwelt bleibe auf der Strecke. Das Umweltministerium und die Landesregierung wollten aber nicht auf singuläre Maßnahmen setzen, sondern politische Leitentscheidungen treffen, die über eine Legislaturperiode hinaus Bestand haben. „Wir sind ein Industrieland und werden auch ein Industrieland bleiben“, so der Minister. Zuspruch aus dem Auditorium erhielt der Minister für seine Äußerung, dass nachhaltiges Handeln Raum für Entwicklung beinhalten muss. Man könne nicht zugleich auf das Binnenschiff als klimaverträglichen Verkehrsträger setzen und dann aber die infrastrukturelle Frage (Wege und Flächen) nicht beantworten. „Den deutschen Begriff `Nachhaltigkeit´ empfinde ich als zu statisch, die englische Definition `sustainable development´ entspricht eher meinem Verständnis“, erläuterte der Minister weiter. Für Johannes Remmel steht die Binnenschifffahrt im Mittelpunkt von Lösungen, er sieht dabei das NRW-Klimaschutzgesetz und den Prozess zur Erarbeitung des NRW-Klimaschutzplans als eine Einladung an die Wirtschaft zum Mitmachen.

Dr. Christoph Kösters, Clustermanager Logistik NRW und Hauptgeschäftsführer des VVWL, erläuterte zuvor in seiner Begrüßungsansprache den Ansatz der NRW-Logistikwirtschaft zu dem Thema: „Wir glauben an den „Dreiklang“ von ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit. Nachhaltiges Wirtschaften heißt Effizienz, Innovation und Ressourcenschonung. Es bedeutet aber auch: Rahmenbedingungen schaffen, damit eine prozesseffiziente, innovative und ressourcenschonende industrielle, handelswirtschaftliche und logistische Wertschöpfung auch möglich bleibt.“ Kösters führte aus, dass dabei um die Erstellung langfristiger Verkehrs, Lärm- und Emissionsschutzkonzepte gehen müsse, die den Unternehmen aus dem Wirtschaft- und Logistiksektor eine Perspektive über die Entwicklung der nächsten Jahre geben. Das „tumbe“ Instrument „Verkehrsbeschränkungen“ dürfe nicht als Allheilmittel für bestehende Probleme gesehen werden. Die Wirtschaft wolle gemeinsam mit der Politik nach intelligenten Lösungen suchen und für eine nachhaltige gesellschaftliche Akzeptanz von Industrie, Infrastruktur und Logistik zu sorgen.

Frank Wittig, Vizepräsident der Niederrheinischen IHK, wies in seiner Begrüßung  darauf hin, dass fehlende Industrieflächen für den Güterumschlag und die damit verbundenen Logistikprozesse einer nachhaltige Entwicklung in NRW im Wege stehen. „Auf diese Punkte haben Logistikcluster, VVWL und die nordrhein-westfälischen IHKen beim letztjährigen BranchenForum mit einer „Duisburger Flächenerklärung“ aufmerksam gemacht. Es wäre schön, wenn aus dieser „Flächenerklärung“ der Wirtschaft ein „Flächenbekenntnis“ der Politik würde“, so Wittig.

Umweltminister Remmel erklärte, dass die Landesregierung den Flächenverbrauch in NRW von 10 ha pro Tag auf 5 ha pro Tag senken wolle. Er könne aber den Flächenbedarf insbesondere der Maritimen Logistik nachvollziehen, dies sei eine logische Konsequenz aus alternativen multimodalen Güterverkehrskonzepten. Dafür müsse dann aber an anderer Stelle, beispielsweise bei der Wohnbebauung, eingespart werden. Im Beisein des Ministers wurde auch über die Verbesserung der Fahrwasserverhältnisse auf dem Rhein gesprochen. Der Minister wies auf hierbei zu berücksichtigende Aspekte wie die Auswirkungen auf den Hochwasserschutz und die zurückgehende „Vernässung“ von Flächen im Hinterland hin. Michael Heinz, Leiter der Außenstelle West der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, verdeutlichte in seinem Diskussionsbeitrag unter Verweis auf ähnliche abgeschlossene Projekte am Niederrhein, dass es bei der sogenannten „Vertiefung“ nicht um durchgängige Vertiefungen, sondern um örtliche Anpassungen und auch um die Sohlenstabilisierung gehe; die am Niederrhein gemachten Erfahrungen stimmten auch zu den vom Minister angesprochenen Themen zuversichtlich.

Dr. Torsten Schmidt, stv. Leiter des Kompetenzbereichs „Wachstum, Konjunktur, Öffentliche Finanzen“ des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) e.V. referierte zum Thema „Wirtschaftsstandort NRW und Deutschland


Neue Mitglieder im Netzwerk

Auch im Mai 2014 konnten wieder neue Mitglieder in das LogistikCluster NRW und damit in den LOG-IT Club e. V. aufgenommen werden. Der Aufbau unserer Community läuft damit ohne Pause weiter. Nutzen Sie die Chance und seien auch Sie in dem dynamischsten Logistik-Netzwerk in Deutschland dabei. Nachfolgend stellen wir Ihnen die neuen Mitglieder unseres Netzwerkes vor:

Bei dem ersten neuen Mitglied in diesem Monat handelt es sich um die Bremer Landesbank. Die Bank hat einen besonderen Fokus auf den Sektoren Logistik und Hafen.

Bei dem zweiten neuen Mitglied handelt es sich um die Ship It Smarter Germany GmbH aus Essen. Das Unternehmen bietet die Erstellung und Optimierung logistischer Prozesse durch die zur Verfügungsstellung internetgestützter Dienste und alle damit zusammenhängender Dienste.

Bereits im vergangenen Monat haben wir Ihnen als neues Mitglied die ZRS Marketing GmbH vorgestellt. In Ergänzung dazu möchten wir Ihnen noch einmal den Arbeitsbereich des Unternehmens vorstellen: ZRS berät in den Bereichen Zoll und Steuern und bietet Seminare zu aktuellen Themen aus diesen Bereichen an. Besonders anspruchsvolle Fälle werden mit Unterstützung jeweiliger Fachanwälte bearbeitet. Näheres entnehmen Sie bitte der Internetseite www.Zoll-Recht-Steuern.de

Falls Sie noch nicht Mitglied in diesem Netzwerk sein sollten, lohnt sich der Eintritt besonders in der ersten Jahreshälfte. Dann haben Sie am meisten von Ihrem Mitgliedsbeitrag, der für Unternehmen bei 400 Euro, für Institutionen und Wirtschaftsförderer bei 2000 Euro liegt. Übrigens erhalten unsere Mitglieder bei unserem Partner, dem Effizienzcluster Logistik e.V., einen Nachlass auf den Mitgliedsbeitrag in Höhe von 400 Euro.

Gerne versorgen wir Sie mit weiteren Informationen zu einer Mitgliedschaft, schon heute haben wir fast 250 direkte Mitglieder im Netzwerk. Ein entsprechendes Anmeldeformular sowie die Satzung des Vereins können Sie hier HIER herunterladen.


Ideenwettbewerb „LogistiKids“ 2014

Kinder erklären spielerisch die Welt der Logistik

Beiträge können ab sofort eingereicht werden

Im Supermarkt ist das Obst immer frisch, und das im Internet bestellte Buch liegt am nächsten Tag im Briefkasten. Gerade für die Jüngsten ist das heutzutage selbstverständlich. Welche Logistik dahinter steckt, damit Waren in den Handel oder direkt zum Verbraucher gelangen, ist aber kaum bekannt. Doch wie bringt man Kindern das Thema nahe? Das LogistikCluster NRW startet in Partnerschaft mit den sechs Ruhr-IHKen nun die zweite Auflage des Ideenwettbewerbs „LogistiKids“.

Kindergartengruppen und Grundschulen können sich ab sofort mit Beiträgen bewerben, in denen sie spielerisch das Thema Logistik erklären. Ob gemalt, gebastelt, gefilmt oder gebaut – alles ist erlaubt. „Damit werden Kinder frühzeitig ermuntert, sich mit einer der stärksten Wachstumsbranchen im Ruhrgebiet zu beschäftigen“, so Dr. Ansgar Kortenjann, Verkehrsexperte der Niederrheinischen IHK. Die Frage, die die Vorschulgruppen lösen sollen, lautet: „Woher kommen die Eier


Thema des Monats

Ist die Nachnutzung von Brachflächen der Königsweg für die Landesplanung?

Von: Reiner Weiß – Entwicklungsagentur Wirtschaft des Kreises Wesel

Die Auswirkungen des neuen Landesentwicklungsplans NRW (LEP) sind von entscheidender Bedeutung für die Ansiedlung und Entwicklung von Unternehmen im Kreis Wesel und in der gesamten Region. Insbesondere auch deshalb, weil die Landesregierung einen drastischen Rückgang des Flächenverbrauchs plant.

Im Kreis Wesel gibt es bedeutende Entwicklungen im Bereich der Logistikbranche, die die verkehrsgünstig gelegenen Flächen im Kreis nutzen. Der LEP würde im jetzt vorgelegten Entwurf diese positive Entwicklung behindern, da er die großen Flächenbedarfe der Logistikwirtschaft nur unzureichend berücksichtigt.

Der Niederrhein ist über den Rhein, die BETUWE-Linie und über das engmaschige Autobahnnetz in besonderer Weise mit den Seehäfen in den Beneluxstaaten verbunden. Für die Logistikwirtschaft ist das von besonderer Bedeutung, da die Seehäfen Global Hubs also Umschlagszentren mit weltweiter Bedeutung sind.

Darum ist es so wichtig, dass die Seehäfen mit dem Hinterland ein integriertes Logistiknetz schaffen. Dies geht aber nur über einen Ausbau der Hinterlandverbindungen, insbesondere bei den Verkehrsträgern Schiff und Bahn.

Im Kreis Wesel steht in besonderem Maße der Hafen Delta Port mit seinem großen Entwicklungspotential zur Verfügung.

Zu prüfen ist aber auch, ob leerstehende Hallen den Bedarf an Logistikflächen decken und so einen Beitrag zur Senkung des Verbrauchs von freien Flächen leisten können. Ein Beispiel dafür ist die Rheinberger Entwicklungsgesellschaft (REG), die eine Brachimmobilie in Rheinberg einer neuen Nutzung zuführen möchte.

Hinter der REG stechen die Unternehmensgruppe Prangenberg und Zaum (PuZ) sowie das Bauunternehmen Frauenrath, die  das ehemalige DESOWAG- Gelände in Rheinberg vermarkten wollen.

 „Aufgrund der unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten ist es sehr schwierig, einen Mieter für das gesamte Gelände zu finden. Im vorderen Bereich des DESOWAG Geländes existiert ein ca. 1.300 qm großes Verwaltungsgebäude, das über eigenständige Versorgungswege verfügt. Für alle dahinter liegenden Gebäude sind die gesamten elektrischen Anschlüsse sowie die Heizungsanlage zusammen ausgelegt, also konnte die Vermarktung auch nicht „am Stück“ erfolgen“, sagt Lars Sluka, Immobilienfachwirt und Abteilungsleiter bei PuZ. Das gesamte Gelände umfasst ca. 45.000 qm.

PuZ hat bereits eine Menge an Vorarbeit geleistet, denn auf dem Gelände in Rhein-berg mussten nicht nur Abrissarbeiten durchgeführt werden, sondern ebenfalls die Entsorgung von Altlasten, da in der Vergangenheit chemische Substanzen auf dem Gelände verarbeitet wurden. Bisher wurden einige Gebäudeteile entfernt und das gesamte Erdreich ausgetauscht.

Durch die Nähe zur Autobahn A57 und insbesondere durch vorhandene Gleisanschlüsse bietet sich das Gelände für Logistikunternehmen an.

Nach ersten Gesprächen und Bedürfnisanalysen mit den Interessenten geht es nun in die Feinplanung der benötigten Umbaumaßnahme. Und eines dürfte schon jetzt feststehen: Die Hallen werden in der jetzigen Form ohne weitere Umbaumaßnahmen nicht für die Logistik genutzt werden können. Im Ergebnis zeigt dieses Beispiel sowohl die Chancen als auch die Probleme, die mit der Nachnutzung von Brachflächen verbunden sind und eine besondere Expertise verlangen.

Ein weiteres Beispiel ist die Nutzung des ehemaligen Werkes der BENQ Handyproduktion in Kamp-Lintfort. Anbieter hier ist die Baugesellschaft Walter Hellmich GmbH.

Auf einem Grundstück von 100.000 qm gibt es Hallenflächen mit ca. 27.300 qm Nutzfläche. Die Andienung kann über Überladebrücken mit Andockstationen erfolgen. Das Gebäude verfügt über höchste Sicherheits- und IT-Ausstattungen und die Entfernung zur Autobahn beträgt gerade mal 500 Meter. Also ein idealer Logistikstandort? Wenn es nach dem Investor Walter  Hellmich geht, steht hier vor allem eine logistische Nutzung im Vordergrund. Nach Einschätzung von Fachleuten, die sich inzwischen das Objekt angesehen haben, könnte hier eine Nutzung durch einen E-Commerce-Anbieter durchaus erfolgreich sein. Dieses ist zwar nur ein Teilsegment der Logistik, aber eines mit deutlichem Wachstumspotential.

Eine Alternative zur Nutzung „alter“ Gewerbegebiete ist die Aktivierung sog. Betriebserweiterungsflächen, damit diese für die Logistik genutzt werden können. Dadurch engen sich die Eigentümer  allerdings auch selbst ein, weil sie damit ihre Entwicklungsmöglichkeiten am Standort einschränken. Das kann daher grundsätzlich nur funktionieren, wenn eine Expansion auf jeden Fall ausgeschlossen ist und die Erweiterungsflächen nicht mehr gebraucht werden.

So hat der Kreis Wesel auf dem Papier zwar noch genügend Gewerbeflächenpotentiale, die aber rein faktisch nicht in vollem Umfang genutzt werden können.

Jeden Monat bieten wir an dieser Stelle unseren Mitgliedern die Möglichkeit Fachartikel zu veröffentlichen. Hier können Sie Mitglied werden. [mehr...]


Termine

2. Juni 2014

Jahrestagung 2014 des Cluster Umwelttechnologie in Düsseldorf. Dieses Jahr lautet das Motto: Geschäftsmodell Klimaschutz - Potenziale und Chancen für Umwelttechnologien in NRW. [mehr...]

11. - 12.06.2014

Das LogistikCluster NRW ist auch 2014 wieder Partner des 6. BranchenTages Windenergie NRW. Die Veranstaltung findet in Düsseldorf statt und spiegelt zum sechsten Mal die aktuellen Themen und Trends der Windenergie, die insbesondere Zulieferer und Dienstleister betreffen [mehr...]

27. - 29.06.2014 

Das LogistikCluster NRW wird im Rahmen des NRW-Tags in Bielefeld wie schon 2011 in Bonn der breiten Öffentlichkeit das Thema Logistik vorstellen. Der NRW-Tag ist in diesem Jahr (nach einer Pause im letzten Jahr) in die Feierlichkeiten der 800-Jahrfeier von Bielefeld integriert. Dabei stehen die Tage vom 27. bis 29. Juni unter dem Motto: Das Land feiert Geburtstag.

1. Juli 2014

Das LogistikCluster NRW ist Partner bei der Veranstaltung „Logistik stärkt NRW“ der DVZ am 1. Juli 2014 in Düsseldorf. [

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„Gute Nachrichten“ von Mitgliedern des LogistikClusters NRW

Bau ohne Störung – der Betrieb muss weiterlaufen.

Felmede Mandel Architekten + Ingenieure aus Essen bauen beste Bauten für beste Arbeit. 

Der Bau von Arbeitsstätten bildet den Schwerpunkt der  Tätigkeit. Gebäude für Produktion, Warenverteilung und Lager mit höchst differenzierten Ansprüchen an die Architektur sind das Spezialgebiet.

Felmede Mandel Architekten + Ingenieure sind ausgewiesene Experten im Neu- und Umbau von Industrie- und Gewerbebetrieben – auch bei laufendem Betrieb. Ein Beispiel:

In den Jahren 2012 bis 2014 wurden zwei Pharmalogistik-Erweiterungsbauten realisiert:

In Herford entstanden eine Lagerhalle für großvolumige Artikel und ein Neubau des Warenausgangs der Betriebsstätte. In Mittenwalde wurde die Betriebsanlage um einen Lageranbau und eine neue zweigeschossige Verwaltungsachse erweitert.

Die besondere Herausforderung beider Projekte lag in erster Linie in der Planung für die Ausführung der neuen Baukörper, ohne das laufende Tagesgeschäft der Betriebe zu beeinflussen oder zu stören. Erschwert wurde die Arbeit in Mittenwalde durch die Lage der Baufelder zum Bestandsgebäude – dieses musste durch die Baustellen hinter dem Gebäude und an der Straße, bildlich gesprochen, in die Zange genommen werden.

In Herford musste das Baufeld erst aus der Mitte des Betriebes „heraus gestemmt“ werden, indem durch Abbruch und Neubau eines Warenausgangsgebäudes dieser Bereich frei gemacht werden konnte – eine baulogistische Meisterleistung.

Grundvoraussetzung für den reibungslosen Bauablauf ohne Behinderung des Betriebes ist das Verständnis komplexer Anforderungen der Bauherrn und die Expertise im Umgang mit baulichen Herausforderungen durch Felmede Mandel Architekten + Ingenieure GmbH.


NEWS von Mitgliedern des LogistikCluster NRW

Neues dbh Softwaremodul vereinfacht zolltarifliche Wareneinreihungen

Bremen/Dortmund. Wer Waren importieren oder exportieren will kommt um die Einreihung in den Zolltarif nicht herum. Der Weg zu dieser gesetzlichen Bestimmung ist jedoch mühsam und zeitaufwändig. Das neue Softwaremodul Tarifierung der dbh Logistics IT AG (dbh) erleichtert diesen Prozess und ermöglicht eine schnelle und rechtskonforme Wareneinreihung. Die Anwendung ist der Compliance & Risk Management Software „Advantage Compliance“ untergeordnet und lässt sich leicht in bestehende Logistikprozesse integrieren. Die intelligente Einreihungsunterstützung dient der komfortablen Ermittlung von Warennummern. Vorhandene Artikeldaten können per Schnittstelle eingelesen und durch den Anwender direkt zugeordnet werden. Der Weg hin zu einer rechtskonformen Wareneinreihung wird durch das dbh-Modul erleichtert und verkürzt.

Frankenfeld: Vom Transporteur zum Lösungsanbieter

Verl. Das westfälische Unternehmen Frankenfeld Spedition GmbH ist bereits seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland tätig. Zunächst  als klassischer Baustofftransporteur unterwegs, steht der Name Frankenfeld heute für eine Unternehmensgruppe, in deren Mitte die Frankenfeld Spedition GmbH jetzt ihr vierzigjähriges Bestehen feiert. Heute halten Spedition und die 2005 gegründete Frankenfeld Service GmbH an mehreren Standorten Kapazitäten für 32.000 Europaletten, sowie 2.500 Industriepaletten und rund 5.000 Quadratmeter Blocklagerfläche vor. Effiziente Prozesse und Strukturen -geplant und gesteuert durch intelligente IT – sorgen heute unter anderem für nachhaltige VMI Lösungen. Um die steigende Nachfrage zuverlässig bewältigen zu können, soll das Betriebsgelände demnächst um rund 20.000 qm vergrößert werden. Und auch operativ erweitert die Gruppe ihre Kapazitäten und Transportkanäle, zum Beispiel als neues Mitglied bei ELVIS.

Kay Espey führt Wettbewerbsverein

Neu-Isenburg/Düsseldorf. Der Wettbewerbsverein hat einen neuen Vorsitzenden: Kay Espey, geschäftsführender Gesellschafter der Düsseldorfer Spedition Cretschmar, wurde auf der Mitgliederversammlung in Neu-Isenburg zum Nachfolger von Herbert Putzmann (Emons Spedition) gewählt. Putzmann bleibt zwar im Vorstand des Vereins, stand aber aus beruflichen Gründen nicht mehr als Vorsitzender zur Verfügung. Zweiter Vorsitzender bleibt Heinrich Doll (LTG Landauer Transport Gesellschaft). Als Vorstandsmitglieder wurden Jürgen Wolpert (Zufall Spedition) und Manfred Heuer (DTC), als Geschäftsführer Andreas Müller bestätigt.

I-Phone informiert über Bestands- und Neubauflächen

Düsseldorf. Goodman hat eine App für Apple-Smartphones entwickelt, mit deren Hilfe Informationen über alle verfügbaren Bestands- und Neubauflächen auf I-Phones und I-Pads geladen werden können. Zu den Informationen gehören Kartenansichten, Visualisierungen, Gebäude- und Lagepläne sowie Flächenangaben und technische Spezifikationen. Eingeschlossen sind verfügbare Flächen in 13 Ländern. Die App kann bei I-Tunes kostenfrei heruntergeladen werden. Sie ist nur für Apple-I-Phones verfügbar.

Henkel übersteht Ukraine-Krise ohne Schaden

Düsseldorf. Die wirtschaftlichen Folgen der Ukraine-Krise haben den stark in Osteuropa engagierten Konsumgüterkonzern Henkel nicht aus der Spur geworfen. Im ersten Quartal sank der Umsatz zwar um 2,6 Prozent auf 3,929 Milliarden Euro, wie Henkel am Mittwoch mitteilte. Der Hersteller von Pritt und Persil steigerte dagegen das bereinigte Ebit um 3,3 Prozent auf 600 Millionen Euro, der bereinigte Überschuss nach Anteilen Dritter kletterte auf 452 (Vorjahr: 417) Millionen Euro.

StückgutDIREKTverkehre in die Region Samara/Toljatti

Gelsenkirchen. LOXX realisiert Stückgutverkehre nun direkt zwischen Gelsenkirchen und Toljatti/Oblast Samara. Jeden Freitag starten die Lkws in Gelsenkirchen. Die Regellaufzeit bis nach Samara/Toljatti beträgt 8 Tage. Beiladungen sind montags in Warschau möglich. Ab der polnischen Hauptstadt beträgt die Regellaufzeit 6 Tage. Mit der Aufnahme von Toljatti in den Fahrplan erweitert LOXX seine Liste an Destinationen in die Föderationskreise Wolga, Sibirien und Ural ein weiteres Mal. Dort bietet LOXX ebenso Stückgutdirketverkehre nach Saratov/Engels, Nizhiny Novogorod, Kazan, Perm, Magnitogorsk, Ekaterinburg, Tscheljabinsk, Omsk, Novosibirsk, Kemerowo, Krasnojarsk und Irkutsk an.

Wirtschaft und Schule als Partner

Beelen. 30 Lehrer aus dem Regierungsbezirk Münster machten einen Praxisworkshop bei der Firma Dingwerth Logistik GmbH in Beelen. Sie wurden begrüßt von Wolfgang Weber, Schulabteilungsdirektor bei der Bezirksregierung, und Dr. Christoph Kösters, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen (VVWL). Neben theoretischen Informationen wie Vorträgen über die Speditions- und Logistikbranche, Förderung von Auszubildenden und einem Film über Berufskraftfahrer vermittelten praxisnahe Einblicke in Arbeitsabläufe Anwendungsbezüge zwischen Arbeitswelt und Unterricht.

Eine neue starke Stimme für die Logistik in Europa

NRW. Der EffizienzCluster LogistikRuhr und DINALOG – Dutch Institute for Advanced Logistics intensivieren ihre Zusammenarbeit und geben der Logistik in Europa damit eine starke Stimme. Ein entsprechendes Memo-randum of Unterstanding haben Prof. Dr. Michael ten Hompel, Vorsitzender des Boards des EffizienzClusters, und Dipl.-Ing. W.N.C. Heeren, Vorsitzender des Boards von DINALOG, am 27.Mai 2014 im Rahmen des NRW-Besuchs des niederländischen Königspaars unterzeichnet. Seine Majestät König Willem-Alexander und Ihre Majestät Königin Máxima sowie NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft nahmen an der feierlichen Unterzeichnung des offiziellen Dokuments im Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund teil.

Software von Insert Information Technologies GmbH überzeugt Experten-Jury

Witten. Die Logistik- und Telematik-Software Mission Control von der Insert Information Technologies GmbH aus Witten überzeugte die Experten-Jury des Bundesverbands IT-Mittelstand e.V. Die Software wurde in der Kategorie Industrie & Mittelstand mit dem Prädikat BEST OF 2014 ausgezeichnet. Mission Control ist eine hardware-unabhängige Logistik-Software für Unternehmen aller Branchen mit kleinem und großem Fuhrpark. Echtzeit-Ortung der Fahrzeuge und Objekte auf einer digitalen Karte, ein individuell gestaltetes Auftragsmanagement, Chatfunktion zwischen Fahrer und Disponenten über die App sowie historische Nachweisbarkeit der gefahrenen Strecken gehören zu den Grundfunktionen der Software.


Logistik-NEWS aus Nordrhein-Westfalen

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Lanxess erneuert Lagersoftware

Krefeld-Uerdingen. Der Spezialchemie-Konzern Lanxess hat am Standort Uerdingen ein neues Lagerverwaltungssystem in Betrieb genommen.[mehr]

NRW-Binnenhäfen sorgen sich um ihre Zukunft

NRW. Die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen (NRW) sorgt sich um die Zukunft der Binnenhäfen im Land. [mehr]

Hermes Transport Logistics erweitert Niederlassungsnetz

Düsseldorf. Die Hermes Transport Logistics GmbH (HTL) erweitert ihr Niederlassungsnetz um zwei neue Standorte im Geschäftsbereich Sea & Air. [mehr]

Längere Betriebszeiten am Flughafen Dortmund

Dortmund. Flugzeuge sollen künftig etwas länger in die Nacht hinein am Dortmunder Flughafen landen dürfen. [mehr]

Hafen Hamm ist entscheidender Wirtschaftsfaktor in der Region

Hamm. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Hafenanlage Hamm veröffentlichte die Hochschule Fresenius in Köln eine wissenschaftliche Studie zur Bedeutung des Hafens für die Region als Wirtschaftsstandort. [mehr]

Mosolf-Gruppe nimmt zweiten Autotransporter in Betrieb

Düsseldorf. Horst Mosolf, einer der größten Automotive-Systemdienstleister in Europa, hat ein neues Ro/Ro-Binnenschiff für den Automobiltransport getauft. [mehr]

Log4Chem bezieht neue Zentrale

Pulheim. Das 4PL-Unternehmen Log4Chem ist von Dormagen in das rund 15 km entfernte Pulheim bei Köln umgezogen. [mehr]


Quellenverzeichnis

 

Aero International    

Berufs Kraftfahrer Zeitung   

Der Fernfahrer    

Deutsche Verkehrszeitung   

dhf-magazine     

Euro Cargo     

Fischers Gütertransport Nachrichten 

Fracht + Materialfluss   

Frachtdienst     

Gefahrgut Profi    

Güterverkehr     

Handelsblatt     

Ident      

Internationales Verkehrswesen  

Internet Securities Businesswire  

Internationale Transport Zeitschrift  

Schifffahrt und Technik   

KFZ-Anzeiger     

KEP-aktuell     

Logistik für Unternehmen   

Logistik Heute     

Logistik Inside     

Maschinenmarkt    

RFID-Forum     

Trans Aktuell     

Verkehrs Rundschau    

Verkehrsblatt 


Impressum

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Hauptgeschäftsführer

Tel.: 0251 - 6061-410
Fax: 0251 - 6061-414

E-Mail: verband@vvwl.de
Internet: www.vvwl-transport.de


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Alle Angaben bzw. Aussagen sind sorgfältig recherchiert, für die Richtigkeit wird jedoch keine Gewähr übernommen. Gültig sind ausschließlich die Aussagen der vollständigen Artikel der vorstehend angegebenen Quellen.

Die Vervielfältigung von Informationen oder Daten, insbesondere die Verwendung von Texten oder Textteilen, bedarf der vorherigen Zustimmung des Logistikcluster NRW.

Herausgegeben am 30. Mai 2014

Die nächsten LOGISTIK.NEWS NRW werden voraussichtlich am 30. Juni 2014 erscheinen.

Gerne veröffentlichen wir die Pressemitteilungen unserer Mitglieder. Falls Sie eine entsprechende Meldung haben, können Sie sich direkt an uns wenden. Auch interessante Fachartikel aus Ihrem Hause können wir in der Rubrik „Thema des Monats“ unterbringen.

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