NetzwerkForum „Grossraum- und Schwertransporte in NRW“ - Neuer Schwerlastkai in Essen eröffnet

Essen. Am 29. März 2019 veranstalteten das Kompetenznetz Logistik.NRW und die Westfracht Spezialverkehre International GmbH mit Unterstützung des Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen e.V. (VVWL) im Stadthafen Essen das erste NetzwerkForum Großraum- und Schwerverkehr in NRW. Unter dem Titel „Mit Trimodalität in die Zukunft“ diskutierten Branchenspezialisten über die Rahmenbedingungen und Möglichkeiten im Großraum- und Schwerverkehr in NRW im Allgemeinen und in Essen im Speziellen. Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch eine Schwergutverladung am Hafenkai simuliert und damit der Schwerlastkai im Hafen Essen eröffnet. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Herausforderungen im Großraum- und Schwerverkehr nur gemeinsam von allen Verkehrsträgern gelöst werden können.

Begrüßt wurden die gut 100 Teilnehmer von Jochen Köppen als Vorstand von VVWL und Log-IT Club, den Trägern des Kompetenznetzes Logistik.NRW, und Ulrich Langhans von der WESTFRACHT Spezialverkehre International GmbH. Zusätzlich begrüßte Ralf Fink von den Stadtwerken Essen als Hafenchef die Besucher. Anschließend gingen alle Teilnehmer an Bord eines Schiffes der „Weißen Flotte“ auf dem Rhein-Herne-Kanal, auf dem die weitere Veranstaltung stattfand.

Erster Vortragender war Jörg Reißing aus dem Verkehrsministerium NRW. Er stellte den Zusammenhang zwischen der Brückensituation in NRW und den Groß- und Schwertransporten her. Außerdem präsentierte er die Schwerlast-Vorrangrouten in NRW auf Mikro- und Makroebene. Mit Erleichterung nahm das Auditorium seine Ankündigung zur Kenntnis, das derzeit ein Erlass veröffentlicht werde, der den Stau von Anträgen für Großraum- und Schwertransporte auf der Straße in NRW auflösen soll, in dem die einzelnen Erlaubnis- und Genehmigungsbehörde (EGB) mehr Entscheidungsbefugnisse erhalten und weitere Behördenanhörungen entfallen können.

Ralf Fink als Hafenchef in Essen eröffnete die Vortragsreihe mit dem Blick auf das Binnenschiff. Auf diesem Verkehrsträger sind noch ausreichend freie Kapazitäten, um auch Großraum- und Schwerverkehr aufzunehmen. Allerdings müssen die Zuwegungen zu den Häfen ausreichend ausgebaut sein. Als nächstes präsentierte Maren Schemmann von der DB Cargo AG die Möglichkeiten, Schwergut auch per Bahn zu transportieren. Auch bei der Bahn gibt es ein Vorrangnetz für Schwergutsendungen – die Beschränkungen liegen jedoch mehr beim Lademaß als beim Gewicht. Für den Straßengüterverkehr sprach Eric Reichmann von der Autokrane Schares GmbH. Sein Thema war vor allem die derzeit schwierige Genehmigungspraxis für Großraum- und Schwerverkehre sowie die Gebührenbelastung in NRW. Er mahnte hier deutliche Verbesserungen an.

Es folgten Statements von Ralf Teichmann (Teichmann Krane), Dr. Andreas Luetzerath (TRIMET Aluminium SE) und Bernhard Witkowski (ArcelorMittal Stahlhandel GmbH), die aus Sicht der Verladerschaft die Anforderungen an alle Verkehrsträger formulierten. Hier wurde die Bedeutung der Trimodalität des Hafens nochmals deutlich – wenngleich die Kapazitäten insbesondere auf der Bahn in der Vergangenheit nicht immer ausreichend waren.

Nach einer Pause zum Netzwerken auf dem Schiff, fand noch eine abschließende Diskussionsrunde mit allen Referenten unter Moderation von Peter Abelmann vom Kompetenznetz Logistik.NRW statt. Neben vielen Fragestellungen rund um die Genehmigungspraxis für Schwertransporte in NRW ging es dabei um die Leistungsfähigkeit des Hafens Essen. Einig waren sich alle Diskutanten, dass die Herausforderungen in diesem Bereich nur mit der Nutzung aller Verkehrsträger zu lösen sind.

Vom Schiff aus konnten die Besucher anschließend noch die Eröffnung des Schwerlastkais mit einer Probeverladung am Hafen Essen beobachten. Zukünftig können hier Lasten von bis zu 350 Tonnen zwischen Straße, Schiene und Binnenschiff umgeladen werden.

Die Veranstaltung endete mit der Möglichkeit, eine „Ausstellung“ zu besuchen bei der sich einige Anlieger des Hafens Essen mit ihren Partnern und ihren Dienstleistungen vorstellten. Das Kompetenznetz Logistik.NRW wird unter fachlicher Führung des VVWL weiter am Themenbereich „Großraum- und Schwerverkehr in NRW“ arbeiten und plant in dieser Teilbranche weitere Aktivitäten.

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