26.11.2019

NetzwerkForum „LogistikImmobilien und –Flächen.NRW“

Die Veranstaltung in der Pegelbar am Neusser Hafen widmete sich den Themen Innovation und der Flächenproblematik in NRW.

Am 26.11.2019 führten das Kompetenznetz Logistik.NRW und die Standort Niederrhein GmbH in der Pegelbar am Neusser Hafen zum wiederholten Mal das NetzwerkForum LogistikImmobilien und -Flächen.NRW des Kompetenznetzes Logistik.NRW durch. Die Veranstaltung widmete sich den Themen Innovation und der Flächenproblematik in NRW. Präsentiert wurde ein innovativer Ansatz zur Nutzung von industrieller Abwärme in der Kühllogistik und eine Lösung für die LKW Parkproblematik. Neben einer angeregten Diskussion zur Lösung des Flächenproblems in der Logistik im Spannungsfeld zwischen Wirtschaftswachstum und Naturschutz, wurde außerdem ein Blick über die Grenze in die Niederlande geworfen.

Knapp 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten Frank Oelschläger, Präsident des LOG-IT Club e.V., Bertram Gaiser, Geschäftsführer der Standort Niederrhein GmbH, und Peter Abelmann, Manager des Kompetenznetz Logistik.NRW, am Dienstag in Neuss zum jährlichen Branchentreff der Experten für LogistikImmobilien und -Flächen in NRW begrüßen. Neben drei Vorträgen hatte in diesem Jahr vor allem das Thema Logistikflächen in NRW im Rahmen einer lebhaften Diskussion ihren Platz bei der Veranstaltung.

Der erste Teil der Veranstaltung stand unter dem Thema Innovationen. Auftakt machte Andreas Stolte, der Geschäftsführer der DeltaPort GmbH & Co.KG, mit der Vorstellung des zukunftsweisenden Projektes EcoPort 813 – Nutzung von Abwärme als ressourcenschonende Energiequellen. Im Rahmen des Projektes wird die übliche Lieferkette der Kühllogistik unter ökologischen Gesichtspunkten optimiert und der Warenfluss unter Nachhaltigkeitspunkten umgestaltet. DeltaPort nimmt nicht nur in der innovativen Kühllogistik eine Vorreiterfunktion ein, sondern vertieft seinen Nachhaltigkeits- und Innovationsansatz zum Beispiel auch in Forschungsprojekten wie mit der Universität Duisburg-Essen zu Häfen NRW 4.0.

Es folgte ein Erfahrungsbericht von Bosch Secure Truck Parking, die ihr Konzept bereits vor zwei Jahren im Rahmen des Netzwerkforums vorstellten. Dr. Jan-Philipp Weers gab aufschlussreiche und interessante Einblicke in die Entwicklung der innovativen Parkplatzlösung für LKW. Das booking System der Bosch Secure Truck Parking bringt nur ihrer digitalen Lösung freie Parkplätze mit Kraftfahren zusammen. An dem Modell der Sharing Economy orientiert stellte Dr. Jan-Philipp Weers die Ausweitung auf ein Kooperationsmodell mit Firmen vor, die nahe der Autobahn durch unbesetzte Stellplätze flexibel zusätzlichen Parkraum schaffen. 

Nach einer Pause für das Netzwerken der Teilnehmer führte Kees Verweij von Buck Consultants International mit seinem Vortrag über Logistik Immobilien und -Flächen in Kombination mit der Kraft von regionalen Logistik-Ökosystemen in den Niederlanden in den zweiten Teil der Veranstaltung mit dem Thema Managen des Flächenmangels ein. Kees Verweij gewährte einen Blick über die Grenze, zeigte die Entwicklung der Distributionszentren in den Niederlanden auf und stellte einen generalisierbaren Ansatz zum Vergleich von Logistikregionen vor. 

Als letzten Programmpunkt moderierte Peter Abelmann die Diskussionsrunde zum Thema Logistikflächensituation in NRW – wie geht es weiter? Angeregt diskutierten Kees Verweij, Buck Consultants International, Frank Oelschläger, GILOG GmbH, Wendelin Knuf, Wirtschaftsförderung Bocholt, Frank Soppa, GARBE Industrial Real Estate GmbH und Dr. Thomas Krämerkämper, stellvertretender Landesvorsitzender BUND über die aktuelle und zukünftige Flächensituation im Bundesland. Besonderes Augenmerk wurde neben dem Thema der begrenzten Weiterentwicklung von Flächen auch dem Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichem Wachstum und der Schutzwürdigkeit der Natur gelegt.