12.07.2019

Netzwerk Speditionssoftware und Digitalisierung zum Thema „Möglichkeiten der Digitalisierung in der Logistik“

Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam fort. Immer mehr Prozesse werden „digital“ und haben erhebliche Auswirkungen auf den Arbeitsalltag. Doch bevor Prozesse im eigenen Unternehmen digitalisiert werden, sollte sich der Anwender über die Chancen, aber auch Risiken bewusst sein.

Wie geht man mit der fortschreitenden Digitalisierung im eigenen Unternehmen um und was ist zu beachten? Diese Frage zu beantworten war Ziel der Veranstaltung „Möglichkeiten der Digitalisierung in der Logistik“. Die Veranstaltung des Netzwerks Speditionssoftware und Digitalisierung im Kompetenznetz Logistik.NRW fand in Zusammenarbeit mit dem Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW e. V. (VVWL) am 25. Juni 2019 im Haus des Verkehrsgewerbes in Münster mit 25 Teilnehmern statt.

Nach Begrüßung durch den Gastgeber, Herrn Benedikt Althaus vom Kompetenznetz Logistik.NRW, startete die Veranstaltung mit dem Vortrag von Frau Manuela Lausch, openspace GmbH, Berlin, zu dem Thema „Trends der Digitalisierung“. Frau Lausch zeigte auf, dass mit Digitalisierung nicht nur das „papierlose Büro“ gemeint ist, sondern auch das Infrage stellen des eigenen Geschäftsmodells. So hat sich z. B. BMW auch zu einem Mobilitätsanbieter entwickelt. Die Gesellschaft wandelt sich zu dem Motto „Nutzen statt Besitzen“, man möchte nur das bezahlen, was man auch wirklich nutzt.

Anschließend präsentierte Herr Sven Vogel von der develogment GmbH & Co. KG aus Kempen anhand einer Softwarelösung die Möglichkeit, wie Prozesse digitalisiert werden können. Als Beispiel wählte Herr Vogel den Prozess „Rechnungseingang“ und „Transportauftrag“. Ein physischer Papierfluss ist nicht mehr notwendig. Herr Vogel führte aus, dass es in Zukunft ein „Digitales Ökosystem“ für die Logistik geben wird, bestehend aus vielen kleinen Anwendungen, gespeist mit Informationen, die der Nutzer selbst liefert. So entsteht ein systemübergreifender Workflow, der prozessoptimierend wirkt.

Nach der Netzwerkpause stellte Herr Reiner Sander von der M-Soft Organisationsberatung GmbH aus Dissen Möglichkeiten der Zeiterfassung in der Logistik dar. So ist es zum Teil bereits selbstverständlich, beim Fahrpersonal aus den Fahrerkartendaten die notwendigen Informationen in eine Software zu übertragen, um die Fahrerlöhne abzurechnen. Beim Lager- oder Büropersonal kann dies über ein Terminal an den Eingängen geschehen, wo sich die Mitarbeiter mit einem RFID-Chip anmelden, und die Daten ebenfalls in die Software übertragen werden.

Die Fragen und Diskussionen während und am Ende der Veranstaltung zeigten deutlich, dass v.a. die Anwender aus den KMU-Speditionen und Transportlogistikunternehmen strategischen und operativen Handlungsbedarf in der Digitalisierung ihres Unternehmens haben.