17.01.2019

NetzwerkForum Industrie 4.0 und Logistik: Eine gewisse Prise Agilität wird die Branche weiterbringen

Holzwickede.Am 16. Januar hat das Kompetenznetz Logistik.NRW gemeinsam mit der Rhenus Office Systems GmbH, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Unna und der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund die erste Veranstaltung des Kompetenznetzes im Jahr 2019 durchgeführt. Gut 40 Teilnehmer folgten der Einladung zum NetzwerkForum Industrie 4.0 und Logistik in Holzwickede. Die Rhenus Office GmbH als Gastgeber, die META-Regalbau GmbH & Co. KG und die Setlog GmbH verdeutlichten in ihren spannenden Vorträgen, wie Agilität und Scrum die Logistik verändern (können). Und natürlich wurde die Zeit zwischen den Vorträgen, wie es für die Veranstaltungen des Kompetenznetzes üblich ist, genutzt, um neue Kontakte zu knüpfen, bestehende Bekanntschaften zu vertiefen und sich zu aktuellen Themen auszutauschen.

Nach einem kurzen Grußwort durch Herrn Peter Abelmann vom Kompetenznetz Logistik.NRW übernahm Herr Christian Rybak von der Rhenus Office GmbH das Wort. Mit seinem Vortrag SW-Entwicklung im agilen Kontext bestehender und neuer Produkte und Teams ging Rybak auf darauf ein, wie sich agile Methoden wie z.B. SCRUM auf die Weiterentwicklung bestehender Softwaresysteme anwenden lassen und welche Herausforderungen sich durch agile Methoden ergeben. Seiner Meinung nach könne Agilität nur funktionieren, wenn auch die gesamte Unternehmung bzw. das komplette Projekt agil arbeiteten. Er sagt aber auch, dass eine 100%ige Umstellung von einer konservativen auf eine agile Arbeitsweise nahezu unmöglich sei, wenn man auch bestehende Softwaresysteme zu „betreuen“ habe. Vielmehr sei es das Zusammenspiel beider Methoden, das zum Erfolg führe.

Es folgte ein Vortrag durch Kerstin Herdtle von der META-Regalbau GmbH & Co. KG mit dem Titel Nicht in Stahl gegossen! Agilität bei META! Herdtle berichtete, dass sie selbst der erste Schritt in Richtung Agilität ihres Unternehmens gewesen sei. Vor gut 1,5 Jahren wurde ihre Position als Manager Digital Innovation & Technology geschaffen. Seither begleitet sie Projekte mit dem Ziel, Innovationen in das langjährig bestehende Werk im Sauerland zu bringen und das Unternehmen zukunftsfähig zu machen. Dabei arbeitet META insbesondere mit agilen Start-Ups zusammen. Ihrer Meinung nach ist Agilität auch für mittelständische Unternehmen von großer Bedeutung, wenn diese stets auf die schnelllebige Welt der Kundenwünsche reagieren und langfristig Erfolg haben wollen.

Der letzte Vortrag mit dem Titel Agilität: wie Salz und Pfeffer das Mindset beeinflussen kam von Clint Tomiak von der Setlog GmbH. Tomiak veranschaulichte am eigenen Unternehmen, wie Agilität und Scrum erfolgreich umgesetzt werden können, es aber stets Herausforderungen gibt, auf die es zu reagieren gilt. Schnelles Reagieren und Umdenken ist laut ihm ja aber schließlich auch die Intention von Agilität. Am schwierigsten sei es seiner Meinung nach, immer alle Mitarbeiter ins Boot zu holen – ob alt oder jung, ob IT- oder kaufmännischer Background. Laut Tomiak müssen für eine erfolgreiche Umsetzung von Scrum alle an einem Strang ziehen.

Diese Meinung vertritt Tomiak nicht allein. In der Podiumsdiskussion schlossen sich die anderen Referenten an. Einig waren sie auch darin, dass bei allem, was ein Unternehmen tut, stets der Wunsch des Kunden im Vordergrund stehen und man auf diesen jederzeit reagieren muss. Hierfür sei eine gewisse Menge Agilität unabdingbar und Scrum eine geeignete Methode diese umzusetzen. Eine Revolution der Logistik durch ein solches Umdenken erwartet hingegen niemand, weder die Referenten, noch das Publikum. Eine gewisse Prise Agilität wird die Branche aber weiterbringen, davon sind alle überzeugt.