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04.11.2011 13:06 Alter: 196 days

Einsparpotenziale durch Kooperation und Nachhaltigkeit Branchenforum Lebensmittellogistik stellt Bündelungsstrategien in den Mittelpunkt

Bündelung der Transportströme durch Kooperation ist das zentrale Thema in der Lebensmittellogistik. Das Gesamtsystem kann dabei jedoch nur nachhaltig optimiert werden, wenn neue Kooperations- und Steuerungsmodelle Eine Chance erhalten. Dies war das Hauptergebnis des 1. Branchenforum Lebensmittel- und Getränkelogistik 2011: „Logistik meets Ernährung - Kooperationen, Nachhaltigkeit und Effizienz“ der Cluster Logistik.NRW und Ernährung.NRW, das am 26. Oktober 2011 in der IHK Nord Westfalen in Münster stattfand.


Rund 40 Branchenexperten diskutierten über die aktuellen Entwicklungen der Logistik in der Ernährungsbranche. Katja Wittke vom Clustermanagement Logistik.NRW stellte zu Beginn die Ergebnisse einer Umfrage zu Trends in der Logistik der Ernährungsbranche vor. „Die Reduzierung von Wartezeiten in den Verteilzentren, Unternehmenskooperationen sowie die Kraftfahrer-Qualifizierung stehen derzeit im Fokus der Unternehmen der Lebensmittellogistik“, so Wittke.
Durch Best-Practise Beispiele wurden den Teilnehmern im Folgenden Möglichkeiten
von Kooperation und Nachhaltigkeit in der Lebensmittellogistik aufgezeigt. Jürgen
Bohnen, Geschäftsführer der Reiner Bohnen Intern. Spedition, Niederkrüchten
erläuterte am Beispiel der Logistikkette eines Getränkeherstellers Einsparmöglichkeiten bei den Emissionen im Transport. Durch die Verlagerung der
Anlieferungsströme von der Straße auf die Schiene wurden im dargestellten Projekt
30% der Emissionen eingespart, so Bohnen. Dirk Alexander, DACHSER Food
Logistics, Logistikzentrum Herne stellte die Nachhaltigkeitsstrategie des
Unternehmens vor.
Ein Konzept zur Bündelung von Warenströmen im Großverbraucherservice
präsentierte Stephan Dewender, Geschäftsführer DFS dewender food service,
Bochum. Sein Ansatz zur Reduzierung von Lieferkontakten: ein zentral agierender
Logistikkoordinator. Gerhard Kamlage, Geschäftsführer Teutoburger Ölmühle GmbH & Co. KG, Ibbenbüren schilderte am Beispiel des Projekts „Nachhaltige Kooperation in der Logistik“ die positiven Effekte einer horizontaler Kooperation zwischen Nahrungsmittelproduzenten. Durch die gemeinsame Organisation des
Warentransports mehrerer Produzenten ergäben sich Einsparpotenziale bei den
Transportkosten von ca. 15%, so Kamlage. „Dabei ist die Frage, wer die
Transportkette in der Hand hält“ von entscheidender Bedeutung, so Kamlage.
Nach einem Vortrag von Gerd Marx, EnergieAgentur.NRW zum Thema
„Nachhaltigkeit durch Energieeffizienz“ diskutierten die Teilnehmer abschließend in
einem moderierten Dialog über die zukünftigen Entwicklungsperspektiven von Nachhaltigkeit in der Lebensmittellogistik.


Fotos der Veranstaltung können wir Ihnen gerne per Mail zur Verfügung stellen


 
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