Neuansiedlungen:
Investitionen in Logistikzentren in NRW auch 2010 trotz Krise fast auf Vorjahresniveau
Der Neu- und Ausbau von Logistikzentren in Nordrhein-Westfalen schritt auch im Krisenjahr 2009 weiter voran. Dabei konnten sowohl große Neubauprojekte wie auch Ausbauten bestehender Standorte beobachtet werden. Insgesamt waren 2010 zwar etwas weniger Projekte in der Realisierung als im Vorjahr, mit der Schaffung von etwa 900.000 m² neuer Logistikfläche im Land konnte das Vorjahresniveau fast wieder erreicht werden.
Das LogistikCluster NRW beobachtet den Logistikmarkt in Nordrhein-Westfalen nicht nur über die ständige Befragung des NRW.LOGISTIKINDEX, sondern auch über ein fortlaufendes Monitoring der Neuansiedlungen und Ausbauten von Logistikzentren in Nordrhein-Westfalen. Dieses „Monitoring“ über eine Ansiedlungsdatenbank ist für das Cluster die Grundlage sowohl zur Identifizierung von logistischen Trends im Land als auch zur Weiterentwicklung der logistischen Kompetenzen in den Logistikregionen Nordrhein-Westfalens.
Auch das Jahr 2010 war bei den Bautätigkeiten noch deutlich von der Krise geprägt, Investitionen in Gebäude und Immobilien wurden meist sehr zögerlich umgesetzt. Aus diesem Grund konnte das LogistikCluster NRW für das vergangene Jahr insgesamt nur gut 50 Neu- und Ausbauprojekte von Logistikzentren in Nordrhein-Westfalen nachvollziehen und begleiten. Das sind immerhin 20 weniger als im Vorjahr. Zusammen wurden in diesen Projekten im Jahr 2010 trotzdem fast 900.000 m² neue Logistikflächen in Nordrhein-Westfalen geschaffen. Besonders einige Großprojekte beförderten diese Entwicklung.
Die Top-Investitionen des Jahres 2010 waren das Logistikzentrum der Fiege-Gruppe für Esprit in Mönchengladbach (50.000 m²), das Logistikzentrum von TK-Maxx in Bergheim (48.000 m²) sowie die Erweiterung des Rewe-Zentrallagers in Köln-Langel mit weiteren 60.000 m² Logistikfläche.
Die räumlichen Schwerpunkte der Aktivitäten waren 2010 insbesondere die logistischen Kraftzentren in Nordrhein-Westfalen, das heißt der Großraum Köln-Bonn, der Niederrhein sowie das mittlere und östliche Ruhrgebiet. Bedeutende Investitionen erfolgten jedoch auch punktuell in anderen Regionen wie Ostwestfalen und dem Raum Aachen. Die anderen Regionen NRWs konnten im krisengeprägten Jahr 2010 nur mit kleineren Ansiedlungen punkten. Besondere Stütze bei Neu- und Ausbauten war im Jahr 2010 wiederum vor allem der Handel.
Das Verhältnis von Neubauten zu Erweiterungen (nach Anzahl der Projekte) hat sich im Jahr 2010 noch weiter in Richtung zum Neubau verschoben. So waren nun nur noch etwa ein Viertel der Projekte Erweiterungsbauten innerhalb schon bestehender Strukturen.
Insgesamt zeigt die Auswertung der Ansiedlungsdatenbank, dass in Nordrhein-Westfalen, dem Kernland der Logistik in Deutschland und Europa, trotz der offenkundigen Probleme in der Krise auch im Jahr 2010 die Erneuerung und der Ausbau der logistischen Strukturen nicht zum Stillstand gekommen ist. Die leichte Durststrecke der Krise erscheint ganz im Gegenteil zwischenzeitlich überwunden zu sein, eine Vielzahl neuer Projekte im ersten Halbjahr 2011 mit Leuchttürmen wie der Ansiedlung von Amazon (100.000 m²) in Rheinberg lassen hoffen, dass nach der Überwindung der Krise die Neubauten in NRW wieder deutlich zunehmen.






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