Beschäftigung in der Logistik:
- 274.000 Beschäftigte in der Kernbranche Logistik (Logistikdienstleister, ihre Dienstleister und Zulieferer)
- fast 600.000 Beschäftigte in der erweiterten Logistikbranche (inklusive Industrie und Handel)
Ausführliche Auswertung für das Jahr 2010
Die aktuelle Auswertung des Arbeitsmarktes umfasst die Daten bis zum Stichtag 30. Juni 2010. Die Kernbranche Logistik (logistikspezifische Dienstleister, logistiknahe Industrie, logistiknahe Dienstleister) ist zwar noch, getrieben durch die Wirtschaftskrise, im Sommer 2010 um etwa 2.000 Beschäftigte geschrumpft, gleichzeitig ist die erweiterte Logistikbranche jedoch um etwa 1.000 Beschäftigte gewachsen. Mit einem Anteil von über 10 Prozent an der Gesamtbeschäftigung ist die Logistik damit weiterhin eine der wichtigsten Branchen in Nordrhein-Westfalen.
Die Beschäftigten, die in Unternehmen arbeiten, die Produkte und Dienstleistungen entlang der logistischen Funktionskette (Transport – Umschlag – Lagerung) anbieten, stellen den Kernsektor der Logistikbranche dar. Diese dem Logistiksektor direkt zuzurechnende Wirtschaftszweige können in drei Unterbereiche eingeteilt werden:
- Die logistiknahe Industrie beinhaltet die Hersteller von Produkten, die für logistische Prozesse benötigt werden. Hierzu gehören vor allem für den Transport benötigte Verpackungsmittel sowie Transportmittel.
- Die logistiknahen Dienstleistungen sind vor allem unternehmensbezogene Dienste, die zur Realisierung logistischer Dienstleistungen erforderlich sind (z. B. Softwareherstellung, Vermietung von Güterfahrzeugen).
- Die logistikspezifischen Dienstleistungen sind die konkreten logistischen Dienstleistungen, entsprechend der Funktionskette Transport – Umschlag – Lagerung.
In der Kernbranche Logistik waren zum Stichtag 30. Juni 2010 gut 274.000 Mitarbeiter sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Davon rund 32.000 in der logistiknahen Industrie, mehr als 26.000 im Bereich der logistiknahen Dienstleistungen und über 215.000 in Unternehmen der logistikspezifischen Dienstleistung.
Im Vergleich zum Vorjahr musste damit ein leichter Rückgang von gut 2.000 Beschäftigten in der gesamten Kernbranche hingenommen werden, wobei sich dieser Verlust vor allem in der logistiknahen Industrie vollzog, während die logistiknahen Dienstleistungen sogar leicht zulegen konnte. Die logistikspezifische Dienstleistung blieb stabil. Damit waren im Sommer 2010 noch immer Auswirkungen der schweren Wirtschaftskrise in der Beschäftigung ablesbar. Das dies vor allem die Zulieferer der Logistik betraf, ist aufgrund der in der Krise zurückgefahrenen Investitionen der Logistik mehr als einleuchtend. Der Beschäftigungsabbau hatte sich damit allerdings bereits stark verlangsamt. Sicher hat sich in diesem Zusammenhang die Erholung der Wirtschaft als auch die arbeitsmarktpolitischen Instrumente wie Kurzarbeit als positiv herausgestellt. Viele Unternehmen haben eher Kurzarbeit angemeldet, als die Belegschaft dauerhaft zu verkleinern.
Die Beschäftigten, die in Unternehmen arbeiten, die Produkte und Dienstleistungen entlang der logistischen Funktionskette (Transport – Umschlag – Lagerung) anbieten, stellen nur einen Teil der gesamten Beschäftigung im Logistiksektor. Hinzu kommen noch die Beschäftigten, die in Industrie- und Handelsunternehmen mit logistischen Tätigkeiten betraut sind. Diese können auf Basis der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nach Berufsordnungen bzw. -klassen ermittelt werden.
Die einzelnen Berufsgruppen werden in vier Kategorien geclustert:
- Berater etc. (spezialisierte Architekten, Logistikberater, Planer…)
- Gewerblicher Transport (LKW-Fahrer, Lokomotivführer, Kurierfahrer…)
- Gewerblicher Umschlag/Lagerung (Lagerarbeiter, Magaziner…)
- Kaufleute (Speditionskaufleute, Industriekaufleute…)
Insgesamt belief sich die Anzahl der Beschäftigten in dieser erweiterten Logistikbranche in NRW zum 30. Juni 2010 auf ca. 594.000 Personen. Damit war in der erweiterten Logistikbranche eine leichte Erholung gegenüber dem Vorjahr zu erkennen – die Beschäftigung wuchs um etwa 1.000 Personen.
Der Anteil der Logistikbeschäftigten an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten blieb mit 10,2 Prozent weiter konstant. Die Logistikbranche unterstreicht damit wiederum ihre herausragende Bedeutung für den gesamten Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen.
Für den Stichtag 30.Juni 2011 erwartet das LogistikCluster NRW aufgrund der deutlich verbesserten Situation in der Wirtschaft wieder eine deutliche Erholung auf dem Logistikarbeitsmarkt. Wir werden darüber berichten sobald Daten vorliegen.
Rückfragen zu diesem Themenbereich richten Sie bitte an das Clustermanagement.






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